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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#61 von Josefchen , 18.02.2014 23:34

Vielen Dank Dr. Arnd für die Stilzurechtweisung. Ich versuche es noch mal mit fast ohne Emotion.
1. Die Ungedeihlichkeit ist eine Hypothese. Darum ging es in dem Besetzungsverfahren nicht. Man kann nicht alles über einen Kamm scheren. Dies möchte ich kritisch anmerken.
2. Eine Glaubensrichtung, die von Intoleranz geprägt ist - wird deutlich aus dem, was Janchen schreibt (Verteufelung anderer Christen und aus dem, wie Pfarrer Hauck seinen Dienst
versehen hat - ( dazu habe ich ja zur Genüge geschrieben ), die wird wodurch besonders schützenswert ? Das erschließt sich mir nicht. Kirche ist eine anerkannte Körperschaft des öffentlichen
Rechts, weil sie die im GG festgelegten menschlichen Grundrechte anerkennt. Die Gleichheit aller Menschen unabhängig ihres Geschlechts, ihrer Weltanschauung... . Wo Frauen nicht predigen dürfen,
weil sie Frauen sind, ist dieser Grundsatz mit Füßen getreten.
3. Wenn ich recht vermute, waren viele hier im Forum von Ausgrenzung und Mobbing betroffen und hören - nachvollziehbar - das Gras wachsen. Ein differenziertes Hinschauen würde nützen.
4. Ich bin in einem guten Kontakt mit vielen frommen Menschen. Auch diese sehen das, was in Schweigen-Rechtenbach über die Jahre hinweg geschehen ist, sehr kritisch. Pfarrer Hauck ist dort einen Sonderweg
gegangen, der vorsichtig ausgedrückt mit undiplomatisch beschrieben werden könnte. Die schärfere Ausdrucksform möchte ich mir ersparen, weil dann auch Dr. Arnd mit dem Zeigefinger kommt.
5. Liebes Janchen, wenn ich für meine Einschätzung zum Teufel gehen soll, dann tue ich das aufrecht. Denn den Himmel, der Dir vorschwebt, den möchte ich nicht betreten. Ich bin auch im Zweifel, ob der liebe Gott
dort überhaupt anzutreffen ist.

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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#62 von Janchen , 19.02.2014 08:42

Zitat
2. Eine Glaubensrichtung, die von Intoleranz geprägt ist - wird deutlich aus dem, was Janchen schreibt (Verteufelung anderer Christen und aus dem, wie Pfarrer Hauck seinen Dienst
versehen hat - ( dazu habe ich ja zur Genüge geschrieben ), die wird wodurch besonders schützenswert ? Das erschließt sich mir nicht. Kirche ist eine anerkannte Körperschaft des öffentlichen



Zitat
5. Liebes Janchen, wenn ich für meine Einschätzung zum Teufel gehen soll, dann tue ich das aufrecht. Denn den Himmel, der Dir vorschwebt, den möchte ich nicht betreten. Ich bin auch im Zweifel, ob der liebe Gott
dort überhaupt anzutreffen ist.



Mh ... mir ist bekannt, dass Geschriebenes und Verstehen dessen, nicht unbedingt dasselbe ist. Eine konstruktive Auseinandersetzung ist ganz offensichtlich unmöglich. Und wenn Sie meinen, zum Teufel gehen zu müssen, naja das sei Ihnen unbelassen .....

Ich jedenfalls schrieb nichts dergleichen. Sie haben nicht verstanden oder wollen nicht verstehen, was ich schrieb und unter solchen Umständen ist jede Diskussion fehl am Platz. Vielleicht aber sind Sie jemand, der gerne andere diskreditiert.

Geschrieben habe ich allerdings, dass Sie Ihr vertrauliches Getue lassen sollen. Aber scheinbar reicht Ihr Respekt für andere nicht einmal soweit ...... Für Sie scheint das hier ein persönliches Gemenge zu sein. Bye bye!




@Tonnenkiller


Zitat

Mag ja sein, aber was hat das mit dem Fall zu tun. Trifft das auf einen der beiden Pfarrer zu? Fehlt Lingenfelder vielleicht der EQ, um Rechtenbach zu übernehmen? Hätte Hauck den nötigen EQ gehabt, Dörrenbach zu übernehmen? Beide sitzen ja gleichermaßen im gutbezahlten Amt eines Pfarrers der Landeskirche...


Nein, damit meine ich die Verantwortlichen dieses Desasters. Das Gemeinden zusammengelegt werden müssen, ist nun mal der Finanzierbarkeit geschuldet. Aber doch bitte mit Augenmaß und dieses im Vorfeld. Das hier hätte niemals sein müssen. Und es schadet nun der gesamten Landeskirche, mal abgesehen von dem Schaden, der beiden Gemeinden und beiden Pfarrern zugefügt wurde.


Zitat

Offenkundig nicht. Denn ich bin Christ und ich weiß es nicht. Ich bitte um den Dienst der Nächstenliebe, mich aufzuklären.


Damit meine ich eine liberale Denkweise in Kirche, die sich mehr an den Bedürfnissen der Menschen als am Evangelium orientiert und sich dem Zeitgeist anpasst. Ich bin nicht liberal, denn ich habe ein festes Fundament, dass auf die Evanglien fußt. >> Wir sollen uns nicht der Welt gleich machen, denn in der Welt haben wir keine Freunde.

Zitat

Gottes Segen


Danke - Ihnen auch!


...


Römer 1,17 ... Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht: "Der Gerechte wird aus dem Glauben leben."

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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#63 von dr.arndt , 19.02.2014 16:05

Nee, Josefchen,

eine Zurechtweisung sollte das nicht sein. Wenn hier aber ausgerechnet jemand die Offenheit unseres Forums bezweifelt, der sich hier - wie Du - ungestört verbreiten kann, macht das schon eine Klarstellung erforderlich.

Achim


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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#64 von tonnerkiller , 19.02.2014 17:00

Zitat
Das Gemeinden zusammengelegt werden müssen, ist nun mal der Finanzierbarkeit geschuldet.


Schön zu sehen, daß Sie das anerkennen.

Zitat
Aber doch bitte mit Augenmaß und dieses im Vorfeld. Das hier hätte niemals sein müssen.


Wenn ich über den Vorgang richtig informiert bin, dann gab es vom Kirchenkreis (nicht der Zentrale in Speyer) ein Konzept über Gemeindefusionen. UNd zwar nicht von oben herab, sondern über die vom Kirchenvolk gewählte Bezirkssynode. Da hat auch das Presbyterium in Schweigen-Rechtenbach mitgewählt. Das zum einen.
Zum anderen frage ich mich, was man hätte noch besser machen können, damit es nicht zu diesem Konflikt kommt? Außer, denjenigen, die sich jetzt so laut zu Wort melden ihren Willen zu geben, ohne auf andere Gruppen oder Notwendigkeiten zu achten. Nach meiner Meinung kann Kirche kein Unternehmen sein, in dem die Lautesten immer ihren Willen bekommen. Von daher sehe ich nicht, was man wirklich hätte besser machen können. Die Gemeindegliederzahlen sind nun einmal so, wie sie sind. Angrenzend an Schweigen-Rechtenbach gibt es noch die Gemeinden Niederotterbach und Freckenfeld, verwaltet durch das Pfarramt Freckenfeld, Pfarrer Kleppel. Man hätte alternativ wohl sein Pfarramt zerreißen müssen, für ihn statt der an Rechtenbach "verlorenen" Gemeindeteile (übrigens eine größere Anzahl Dörfer als nur die Zwei Dörrenbach udn Oberotterbach!) eine zusätzliche Aufgabe finden (sowie für Pfarrerin Lingenfelder, die in Dörrenbach ja auch weniger Gemeindeglieder zu versorgen hatte als der Schlüssel hergibt) nur um die Gemeinde Schweigen-Rechtenbach zu erhalten und das bisherige Pfarramt bestehen zu lassen. Da war es doch viel sinnvoller, die zwei Gemeinden zusammenzufassen und so ziemlich genau auf die Gemeindegliederzahl nach Schlüssel zu kommen und die anderen Pfarrämter, die offenkundig näher am Schlüssel sind, bestehen zu lassen.
Was das Vorfeld angeht, so weiß ich von der Umstrukturierung seit mindestens 4 oder 5 Jahren, und ich bin nicht besonders nahe dran am Geschehen.

Angesichts all dieser Überlegungen kann ich echt keinen Punkt finden, an dem man hätte noch mehr Augenmaß walten lassen können und noch mehr im Vorfeld tun.

Zitat
Und es schadet nun der gesamten Landeskirche, mal abgesehen von dem Schaden, der beiden Gemeinden und beiden Pfarrern zugefügt wurde.


Ich verstehe nicht ganz: Was genau schadet? Daß Hauck den Zuschlag nicht bekam? Oder daß jetzt so eine große Geschichte darum gemacht wird?

Zitat
Damit meine ich eine liberale Denkweise in Kirche, die sich mehr an den Bedürfnissen der Menschen als am Evangelium orientiert und sich dem Zeitgeist anpasst.


So habe ich den Begriff "liberal" nicht gesehen. Zumal liberales Denken älter ist als evangelikales Denken, das entstand erst in Reaktion darauf, aus dem damaligen Zeitgeist, aber nun gut. Ich kann jedoch immer noch nicht den Bezug zum Thema herstellen. Es geht um eine Pfarrstelle in einer Kirche? Unterstellen Sie, daß Lingenfelder nicht am Evangelium orientiert sei? Oder daß Hauck nicht auf die Bedürfnisse der Menschen achtet? Bitte, ich verstehe es wirklich nicht!

Zitat
Ich bin nicht liberal, denn ich habe ein festes Fundament, dass auf die Evanglien fußt. >> Wir sollen uns nicht der Welt gleich machen, denn in der Welt haben wir keine Freunde.


Das ist eine interessantes Thema, das wir anderswo gerne ausdiskutieren können. Aber falls Sie nicht Lingenfelder dieses feste Fundament absprechen (und damit wohl ihr Christsein), sehe ich nicht, was das mit dem Thema zu tun hätte.

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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#65 von dr.arndt , 19.02.2014 21:12

Liebe Freunde,

zu diesem Thema wurde von Euch viel und engagiert geschrieben. Jede Meinung ist uns wichtig und wertvoll. Wir freuen uns über die lebhafte Debatte in unserem Forum.

Wenn ich die Entwicklung der Diskussion in den letzten Tagen recht verstehe, läuft sie auf Konfrontation zweier Lager hinaus, wogegen eigentlich nichts einzuwenden ist.

Nur:

Mir scheint, dass wir uns argumentativ im Kreis drehen. Ich mag als verantwortlicher Admin die laufende Diskussion nicht abwürgen, sehe in ihrer Fortsetzung allerdings auch keinen rechten Sinn mehr, weil ich sehe, dass alle Argumente erschöpfend ausgetauscht wurden. Beabsichtige deshalb, dieses Thema/diesen Thread am 28.02.2014 zu schließen.

Wer von Euch bis dahin hier noch etwas veröffentlichen will, mag es gern tun.

Euer

Achim


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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#66 von Janchen , 21.02.2014 11:13

Zitat
Was das Vorfeld angeht, so weiß ich von der Umstrukturierung seit mindestens 4 oder 5 Jahren, und ich bin nicht besonders nahe dran am Geschehen.

Angesichts all dieser Überlegungen kann ich echt keinen Punkt finden, an dem man hätte noch mehr Augenmaß walten lassen können und noch mehr im Vorfeld tun.


Augenmass im Umgang mit Personal. Mit Menschen. Mit Gemeinde.

Zitat

Zitat
ZitatUnd es schadet nun der gesamten Landeskirche, mal abgesehen von dem Schaden, der beiden Gemeinden und beiden Pfarrern zugefügt wurde.




Ich verstehe nicht ganz: Was genau schadet? Daß Hauck den Zuschlag nicht bekam? Oder daß jetzt so eine große Geschichte darum gemacht wird?



Mh ... es ist jetzt in aller Munde ... und nicht im positiven Sinne.



Zitat
So habe ich den Begriff "liberal" nicht gesehen. Zumal liberales Denken älter ist als evangelikales Denken, das entstand erst in Reaktion darauf, aus dem damaligen Zeitgeist, aber nun gut. Ich kann jedoch immer noch nicht den Bezug zum Thema herstellen. Es geht um eine Pfarrstelle in einer Kirche? Unterstellen Sie, daß Lingenfelder nicht am Evangelium orientiert sei? Oder daß Hauck nicht auf die Bedürfnisse der Menschen achtet? Bitte, ich verstehe es wirklich nicht!


Evangelikales Denken ist wohl nur ein anderes Wort für Pietismus. Und damit älter als liberale Denkweise.


Zitat
Das ist eine interessantes Thema, das wir anderswo gerne ausdiskutieren können. Aber falls Sie nicht Lingenfelder dieses feste Fundament absprechen (und damit wohl ihr Christsein), sehe ich nicht, was das mit dem Thema zu tun hätte.


Das kann ich nicht beurteilen, ich kenn die Dame nicht. Und das es Pastoren gibt, die dem Zweitgeist näher als den Evangelien sind, dürfte wohl unbestritten sein.

Unbestritten dürfte wohl auch sein, dass Glaube nicht linear fortschreitend ist. Sondern Umwege geht, im Stillstand verharrt, rückwärts dreht .... mit großen Schritten vorwärts geht. Dass die Gaben der Menschen verschieden sind, nicht jeder ist geeignet für Pastorenamt ... fürs Lehramt ... fürs Putzen ... etc. Und trotzdem finden sich Menschen in Berufen, für die sie nicht berufen sind. Und das dann mit allen negativen Auswirkungen.



Aber bezeichnend für die heutige Zeit ist, dass Zweifel am Glauben von Pastoren nicht einmal mehr ausgesprochen werden dürfen, ohne dass die Toleranzkeule kommt, dass einem vorgeworfen wird, man würde anderen den Glauben absprechen ... man würde alles besser wissen ...... Immer schön 'politisch korrekt' auch in Kirche. Aber das ist nicht Gotteswerk.

Und ein evangelikal geprägter Pfarrer hat natürlicherseits wesentlich mehr Ecken und Kanten als eine liberale Pastorin. Das ist logisch und stößt damit auf wenig
Gegenliebe in einer liberalen Landeskirche. Ganz biblisch übrigens. Es steht dort auch geschrieben von den Verführern, die in langen Gewändern durch die Gemeinden gehen ...


Man kann in Gemeinden nicht einmal mehr über Gott - Beten - festem Glauben sprechen, ohne auf Ablehnung zu stoßen. Aber auch davon steht geschrieben ...... Spaßevangelium für alle - so sieht der normale Gemeindealltag aus. Denn Fahrten, Feiern .... nehmen die meisten gerne mit - nur zum Gottesdienst sieht man diese selten (Weihnachten!). Für einen liberalen Pastor alles prima - für einen pietistischen ein Graus. Für viele Pastoren ein Grund zum Verzweifeln. Nicht umsonst gibt es soviele ausgebrannte Pfarrer.


Gott zum Gruße




...


Römer 1,17 ... Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht: "Der Gerechte wird aus dem Glauben leben."

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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#67 von tonnerkiller , 21.02.2014 12:30

Zitat
Augenmass im Umgang mit Personal. Mit Menschen. Mit Gemeinde.


Das beantwortet die Frage nicht.

Zitat
Mh ... es ist jetzt in aller Munde ... und nicht im positiven Sinne.


Also wäre es ein geringerer Schaden gewesen, wenn man das Presbyterium in Rechtenbach über den zukünftigen Pfarrer von Dörrenbach hätte entscheiden lassen? Sicher ist es in aller Munde und sicher hat auch der ein oder andere eine schlechte Meinung. Aber damit muß man wohl leben. Wenn es einen Konflikt gibt, dann ist es doch ehrlicher, daß der offenen benannt wird als wenn man ihn kleinschweigt und so tut, als sei alles in Butter.

Zitat
Evangelikales Denken ist wohl nur ein anderes Wort für Pietismus. Und damit älter als liberale Denkweise.


Hätte ich jetzt auch nicht so gesehen, weil cih zwischen Pietismus und Evangelikalismus durchaus einen Unterschied sehe, aber gut. Viel interessanter finde ich, daß Sie die Fragen, die Sie zusätzlich zitieren nicht beantworten. Aber gut, vielleicht haben Sie sich mit der Rede von "der Welt" und "Christen wissen, was gemeint ist" einfach vergaloppiert. Kann passieren, Schwamm drüber.

Zitat
Und das es Pastoren gibt, die dem Zweitgeist näher als den Evangelien sind, dürfte wohl unbestritten sein.


Wieso auch nicht? Pfarrer sind Menschen wie andere auch! Ich glaube auch nicht, daß es Gruppen in der Kirche gibt, die weniger unter Zeitgeistigkeit zu leiden haben als andere. Will sagen: Der Zeitgeist spielt auch bei Pietisten und Evangelikalen eine Rolle, denn wie gesagt: Auch diese Bewegungen sind zu einer gewissen Zeit entstanden und in ihrem Zeitgeist verwurzelt.

Zitat
Dass die Gaben der Menschen verschieden sind, nicht jeder ist geeignet für Pastorenamt ... fürs Lehramt ... fürs Putzen ... etc. Und trotzdem finden sich Menschen in Berufen, für die sie nicht berufen sind. Und das dann mit allen negativen Auswirkungen.


Beim Putzen kenn ich mich jetzt nicht so aus, aber weil wir gerade bei den Pfarrern sind: Wie sollte man da denn was verbessern? Wer wäre denn geeignet zu benennen, wie man geeignete Pfarramtskandidaten findet und sie auswählt?

Zitat
Aber bezeichnend für die heutige Zeit ist, dass Zweifel am Glauben von Pastoren nicht einmal mehr ausgesprochen werden dürfen, ohne dass die Toleranzkeule kommt, dass einem vorgeworfen wird, man würde anderen den Glauben absprechen ... man würde alles besser wissen ......


Ich denke schon, daß diese Zweifel angesprochen weden können und dürfen. Das hat auch wenig mit Toleranz zu tun. Jemand, der nicht an Gott glaubt, kann schlecht Pfarrer sein (wobei es rein rechtlich wohl schwer wäre, ihn aus diesem Amt zu verdrängen). Allerdings wird das dann nicht unkommentiert bleiben. Sie würden sich auch wehren, wenn ich Ihnen den Glauben abspreche (= Zweifel an Ihrem Glauben äußere). Das hat dann nichts mit politisch korrekt zu tun, sondern damit, daß ein Angegriffener sich auch verteidigen können muß. Ich habe den Eindruck, daß es Menschen gibt, die die Retourkutsche dann als Keule empfinden, obwohl sie in der Regel nicht schlimmer ist als das, was sie beantwortet...

Zitat
Und ein evangelikal geprägter Pfarrer hat natürlicherseits wesentlich mehr Ecken und Kanten als eine liberale Pastorin.


ntschuldigung, aber das ist doch jetzt Quatsch. Wieso sollte der mehr Ecken und Kanten haben? Vielleicht wird sein Auftreten von Nichtevangelikalen kritisch gesehen und auch so kommentiert, aber ebenso geht es doch auch einer liberalen Pastorin unter Evangelikalen. Das Anecken hängt ja auch damit zusammen, woran man aneckt.
Ich habe den Eindruck, sie wollen die Evangelikalen hier zum Opfer stilisieren. Das mag in einigen Situationen vielleicht auch schon einmal zugetroffen haben, ist aber keine allgemein gültige Aussage.

Zitat
Das ist logisch und stößt damit auf wenig
Gegenliebe in einer liberalen Landeskirche.


Zugegeben: Es gibt in der Pfalz wenige Evangelikale, das bedeutet aber nciht, daß der Evangelikalismus verteufelt würde. Immerhin ist Hauck ja Pfarrer geworden. Und daß es Konflikte gibt muß ja nicht immer an der liberalen Landeskirche liegen. Zu einem Konflikt gehören immer mindestens zwei Parteien!

Zitat
Es steht dort auch geschrieben von den Verführern, die in langen Gewändern durch die Gemeinden gehen ...


Ist das jetzt auf die Albe von Herrn Hauck gemünzt? Oder auf wen spielen Sie hier an, daß er ein "Verführer" sein soll?

Zitat
Man kann in Gemeinden nicht einmal mehr über Gott - Beten - festem Glauben sprechen, ohne auf Ablehnung zu stoßen.


Wäre mir neu. Aber wieso hält es Sie ab, davon zu sprechen, wenn Sie auf Ablehnung stoßen und diese Ablehnung sogar in der Bibel vorhergesagt wird? Vielleicht ist das Problem auch nicht das Beten, Fasten und Gott im allgemeinen, sondern eine bestimmte Form des Gebets, des Fastens und ein spezielles Gottesbild, das abgelehnt wird. Fasten ist nicht die Sache jedes Christen, manche beten mit erhobenen Händen, manche mit gefalteten Händen, manche richten ihre Gebete an Gott, an den Vater, an Jeesus oder Christus oder sogar an den Heiligen Geist. Manche beten im stillen Kämmerlein, manche beten im Bibelkreis, manche veranstalten sogar extra Gebetstreffen. Manche halten Gott für einen zornigen Gesellen, der auf ner Wolke sitzt und mit Blitzen wirft und nur besänftigt werden kann, wenn Er Blut sieht, andere sehen in Gott Vater einen liebenden Vater, der den Sünder annimmt und ihn von der Sünde befreit...
Wenn Sie auf Ablehnugn stoßen, dann fragen Sie doch nächstes Mal einfach nahc, woher diese Ablehnugn kommt und welche positive Alternative vorgeschlagen wird. So kann man ins Gespräch kommen und vielleicht noch etwas dazu lernen über den Galuben und Gott (es sei enn man spricht den anderen von vorne herein den Glauben ab und daß sie vielelicht etwas von Gott wissen köönnten, was man selbst nocht nicht weiß - falls es aber Ungläubige sind, dann stellt sich die Frage, wieso man in dieser Gemeinde bleibt).

Zitat
Spaßevangelium für alle - so sieht der normale Gemeindealltag aus.


Hab ich so noch nicht erlebt.

Zitat
Denn Fahrten, Feiern .... nehmen die meisten gerne mit - nur zum Gottesdienst sieht man diese selten (Weihnachten!).


Ach, ist der außerweihnachtsliche Gottesdienstbesuch jetzt die Kröte, die man schlucken muß, um bei Fahrten und Feiern dabei sein zu dürfen? Ich dachte doch, es ginge um etwas anderes...

Zitat
Für einen liberalen Pastor alles prima - für einen pietistischen ein Graus.


Na na! Gehen Sie mal ruhig davon aus, daß der liberale Pastor sich auch freuen würde, wenn sonntags mehr in den Gottesdienst kämen. Aber er macht davon nicht den Glauben der Leute abhängig. Bei den pietistischen Pfarrern mag das anders sein, aber selbst diese dürfen wissen, daß Gottesdienstbesuch kein Zeichen für Glauben und Fernbleiben kein Zeichen für Unglauben ist.

Zitat
Nicht umsonst gibt es soviele ausgebrannte Pfarrer.


Das liegt wohl weniger an der Besucherzahl beim Sonntagsgottesdienst, aber da sollte man einen Pfarrer fragen, der die Erfahrung schon gemacht hat, an was es liegt.

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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#68 von Janchen , 21.02.2014 14:48

Zitat
Das beantwortet die Frage nicht.


Vielleicht doch... Es geht beim Zusammenlegen eben nicht nur um Zahlen sondern in erster Linie um Menschen und deren Befindlichkeiten. Und gerade Kirche sollte doch wohl fähig sein, mit Menschen umzugehen. Wer eine Kirche an den Zahlen festmacht, der hat wohl etwas Gravierendes falsch verstanden.



Zitat
Also wäre es ein geringerer Schaden gewesen, wenn man das Presbyterium in Rechtenbach über den zukünftigen Pfarrer von Dörrenbach hätte entscheiden lassen? Sicher ist es in aller Munde und sicher hat auch der ein oder andere eine schlechte Meinung. Aber damit muß man wohl leben. Wenn es einen Konflikt gibt, dann ist es doch ehrlicher, daß der offenen benannt wird als wenn man ihn kleinschweigt und so tut, als sei alles in Butter.


Ja, natürlich ist eine offene Diskussion immer richtig. Aber doch bitte nicht in der Zeitung. Sondern innerhalb der Gemeinde / Kirche. Wir diskutieren jetzt hier in aller Öffentlichkeit. Dass das mehr Schaden verursacht, als notwendig gewesen wäre, sollte doch klar sein.



Zitat

Hätte ich jetzt auch nicht so gesehen, weil cih zwischen Pietismus und Evangelikalismus durchaus einen Unterschied sehe, aber gut. Viel interessanter finde ich, daß Sie die Fragen, die Sie zusätzlich zitieren nicht beantworten. Aber gut, vielleicht haben Sie sich mit der Rede von "der Welt" und "Christen wissen, was gemeint ist" einfach vergaloppiert. Kann passieren, Schwamm drüber.


In seiner Ausprägung gibt es mit Sicherheit Unterschiede. Aber ca. 300 Jahre später ist das wohl normal. Beiden gemeinsam ist aber der Gedanke des Missionierens und des Festhaltens an den Grundaussagen der Bibel statt einer eher schwammigen Auslegung, wie sie der eine oder andere Pfarrer predigt. Immer daraufbedacht nur nicht anzuecken.


Zitat

Wieso auch nicht? Pfarrer sind Menschen wie andere auch! Ich glaube auch nicht, daß es Gruppen in der Kirche gibt, die weniger unter Zeitgeistigkeit zu leiden haben als andere. Will sagen: Der Zeitgeist spielt auch bei Pietisten und Evangelikalen eine Rolle, denn wie gesagt: Auch diese Bewegungen sind zu einer gewissen Zeit entstanden und in ihrem Zeitgeist verwurzelt.


Ja, natürlich und viele von ihnen verharren in starren Denkmustern, die nichts anderes zulassen. Der Pietismus ist m.M. nach weniger dem Zeitgeist geschuldet als eher die Reaktion auf eben diesen.

Zitat

Zitat
Zitat Dass die Gaben der Menschen verschieden sind, nicht jeder ist geeignet für Pastorenamt ... fürs Lehramt ... fürs Putzen ... etc. Und trotzdem finden sich Menschen in Berufen, für die sie nicht berufen sind. Und das dann mit allen negativen Auswirkungen.




Beim Putzen kenn ich mich jetzt nicht so aus, aber weil wir gerade bei den Pfarrern sind: Wie sollte man da denn was verbessern? Wer wäre denn geeignet zu benennen, wie man geeignete Pfarramtskandidaten findet und sie auswählt?



In der methodistischen Kirche werden Lehramtskandidaten berufen. Wäre eine Möglichkeit.


Zitat
Ich denke schon, daß diese Zweifel angesprochen weden können und dürfen. Das hat auch wenig mit Toleranz zu tun. Jemand, der nicht an Gott glaubt, kann schlecht Pfarrer sein (wobei es rein rechtlich wohl schwer wäre, ihn aus diesem Amt zu verdrängen). Allerdings wird das dann nicht unkommentiert bleiben. Sie würden sich auch wehren, wenn ich Ihnen den Glauben abspreche (= Zweifel an Ihrem Glauben äußere). Das hat dann nichts mit politisch korrekt zu tun, sondern damit, daß ein Angegriffener sich auch verteidigen können muß. Ich habe den Eindruck, daß es Menschen gibt, die die Retourkutsche dann als Keule empfinden, obwohl sie in der Regel nicht schlimmer ist als das, was sie beantwortet...


Nee, da habe ich andere Erfahrungen. Den Mund sollen wir halten und alles unter den Teppich kehren. Und wie bereits geschrieben, Glaube ist nicht gleich Glaube. Aber eins ist mal gewiss, wahrer Glaube fängt im Herzen an und nicht im Kopf und bei den Zahlen.

Ich bin vom Gemeindekrichenratsvorsitzenden mal angeschnauzt wurden, weil ich den unmöglich geräumten (nichtgeräumten) Weg zur Kirche moniert hatte. (Blitzeis über Nacht, grober Splitt aufgeschüttet) Da hatte ich gesagt, dass das so nicht geht. etc....



Zitat

Zitat
ZitatUnd ein evangelikal geprägter Pfarrer hat natürlicherseits wesentlich mehr Ecken und Kanten als eine liberale Pastorin.



Entschuldigung, aber das ist doch jetzt Quatsch. Wieso sollte der mehr Ecken und Kanten haben? Vielleicht wird sein Auftreten von Nichtevangelikalen kritisch gesehen und auch so kommentiert, aber ebenso geht es doch auch einer liberalen Pastorin unter Evangelikalen. Das Anecken hängt ja auch damit zusammen, woran man aneckt.



Was soll daran Quatsch sein? Von einem evangelikalen Pfarrer (mein Bild) erwarte ich ein klares Bekenntnis zum Evangelium - kein weichgespültes. Damit hat er mehr Angriffsfläche, wie ein Pfarrer, der zuerst schaut, ob er aneckt. Das aber erlebt man bei liberalen Pfarrer desöfteren.

Zitat
Ich habe den Eindruck, sie wollen die Evangelikalen hier zum Opfer stilisieren. Das mag in einigen Situationen vielleicht auch schon einmal zugetroffen haben, ist aber keine allgemein gültige Aussage.


Das sehen Sie falsch. Aber die Erfahrungswerte zeigen, dass Pfarrer mit einen klaren Bekenntnis (dazu zähle ich i.Ü. Pfarrer aus allen Prägungen, hat für mich nichts mit evangelikal zu tun) zunehmend mehr Schwierigkeiten haben. Es sind sehr oft die 'Anpassungsfähigen', die weiter kommen. Die immer genau wissen, was sie wann zu wem sagen müssen ... können ... dürfen ... sollen. Auch hier habe ich einschlägige Erfahrungen.

Zitat

Zitat
ZitatDas ist logisch und stößt damit auf wenig
Gegenliebe in einer liberalen Landeskirche.




Zugegeben: Es gibt in der Pfalz wenige Evangelikale, das bedeutet aber nciht, daß der Evangelikalismus verteufelt würde. Immerhin ist Hauck ja Pfarrer geworden. Und daß es Konflikte gibt muß ja nicht immer an der liberalen Landeskirche liegen. Zu einem Konflikt gehören immer mindestens zwei Parteien!



Ich kann nicht beurteilen, ob Pfarrer Hauck evangelikal ist. Vielleicht steht er nur tiefer im Stoff. Hat einen heißen Draht nach oben.... Fakt ist aber, dass man unbequeme Leute gern blockiert.


Zitat

Zitat
ZitatEs steht dort auch geschrieben von den Verführern, die in langen Gewändern durch die Gemeinden gehen ...




Ist das jetzt auf die Albe von Herrn Hauck gemünzt? Oder auf wen spielen Sie hier an, daß er ein "Verführer" sein soll?



Soll heißen, dass es ungläubige Pfarrer gibt. Das sind solche, die an eine christliche Gesellschaft glauben, aber eben nicht an einen lebendigen Gott. Das ist für solche nämlich schizophren. Und das merkt man an deren Predigt. Ein hochsensibler merkt soetwas schneller - viel schneller.




Zitat
Wäre mir neu. Aber wieso hält es Sie ab, davon zu sprechen, wenn Sie auf Ablehnung stoßen und diese Ablehnung sogar in der Bibel vorhergesagt wird? Vielleicht ist das Problem auch nicht das Beten, Fasten und Gott im allgemeinen, sondern eine bestimmte Form des Gebets, des Fastens und ein spezielles Gottesbild, das abgelehnt wird. Fasten ist nicht die Sache jedes Christen, manche beten mit erhobenen Händen, manche mit gefalteten Händen, manche richten ihre Gebete an Gott, an den Vater, an Jeesus oder Christus oder sogar an den Heiligen Geist. Manche beten im stillen Kämmerlein, manche beten im Bibelkreis, manche veranstalten sogar extra Gebetstreffen. Manche halten Gott für einen zornigen Gesellen, der auf ner Wolke sitzt und mit Blitzen wirft und nur besänftigt werden kann, wenn Er Blut sieht, andere sehen in Gott Vater einen liebenden Vater, der den Sünder annimmt und ihn von der Sünde befreit...
Wenn Sie auf Ablehnugn stoßen, dann fragen Sie doch nächstes Mal einfach nahc, woher diese Ablehnugn kommt und welche positive Alternative vorgeschlagen wird. So kann man ins Gespräch kommen und vielleicht noch etwas dazu lernen über den Galuben und Gott (es sei enn man spricht den anderen von vorne herein den Glauben ab und daß sie vielelicht etwas von Gott wissen köönnten, was man selbst nocht nicht weiß - falls es aber Ungläubige sind, dann stellt sich die Frage, wieso man in dieser Gemeinde bleibt).


In einer atheistisch geprägten Gegend ist das Normalität. Warum man bleibt? Weil man hier zu Hause ist und Gott sich mit Zielvorgaben seit geraumer Zeit rar macht. Oder weil bestimmte Leute nicht mitspielen und man dadurch blockiert wird. Und weil die Umstände so sind, wie sie sind.

Zitat


Zitat
ZitatSpaßevangelium für alle - so sieht der normale Gemeindealltag aus.




Hab ich so noch nicht erlebt.



Dann kommen Sie wohl kaum aus dem ungläubigen Osten....

Zitat

Zitat
Zitat Denn Fahrten, Feiern .... nehmen die meisten gerne mit - nur zum Gottesdienst sieht man diese selten (Weihnachten!).



Ach, ist der außerweihnachtsliche Gottesdienstbesuch jetzt die Kröte, die man schlucken muß, um bei Fahrten und Feiern dabei sein zu dürfen? Ich dachte doch, es ginge um etwas anderes...



Falsch! Ich dachte ja, dass es um Gott geht. Und nicht um ein Spaßevangelium, bei dem wir uns herauspicken, was gerade angesagt ist. Und ich glaube, dass es bei Gott um Gemeindebau geht. Aber vielleicht liege ich da ja falsch....


Zitat

Zitat
ZitatFür einen liberalen Pastor alles prima - für einen pietistischen ein Graus.



Na na! Gehen Sie mal ruhig davon aus, daß der liberale Pastor sich auch freuen würde, wenn sonntags mehr in den Gottesdienst kämen. Aber er macht davon nicht den Glauben der Leute abhängig. Bei den pietistischen Pfarrern mag das anders sein, aber selbst diese dürfen wissen, daß Gottesdienstbesuch kein Zeichen für Glauben und Fernbleiben kein Zeichen für Unglauben ist.



Mh ... darum sind die Gottesdienste der freien Gemeinden in der Regel auch besser besucht.

Zitat

Zitat
Zitat Nicht umsonst gibt es soviele ausgebrannte Pfarrer.



Das liegt wohl weniger an der Besucherzahl beim Sonntagsgottesdienst, aber da sollte man einen Pfarrer fragen, der die Erfahrung schon gemacht hat, an was es liegt.



Ich denke, dass das auch daran liegt, dass Pfarrer so selten die Früchte ihrer Arbeit aufwachsen sehen. Und ja, sie wissen in der Regel schon, dass Wachsen und Gedeihen nicht in ihren Händen liegt. Aber jeder Mensch braucht Lob - Streicheleinheiten für die Seele. Auch Pfarrer.



....


Römer 1,17 ... Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht: "Der Gerechte wird aus dem Glauben leben."

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zuletzt bearbeitet 21.02.2014 | Top

RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#69 von tonnerkiller , 21.02.2014 15:55

Zitat
Es geht beim Zusammenlegen eben nicht nur um Zahlen sondern in erster Linie um Menschen und deren Befindlichkeiten. Und gerade Kirche sollte doch wohl fähig sein, mit Menschen umzugehen. Wer eine Kirche an den Zahlen festmacht, der hat wohl etwas Gravierendes falsch verstanden.


Das Problem ist ja nicht die Gemeindefusion. Jedenfalls wurde das nirgends als Problem hervorgehoben, vielleicht hab ich das auch übersehen. Aber soweit ich das verstehe haben die Rechtenbacher kein Problem damt, mit Dörrenbach eine Gemeinde zu bilden, sondern damit, daß ihr bisheriger Pfarrer diese Stelle nicht bekommt, sondern Pfr. Lingenfelder.

Und sicher kann man Kirche nicht nur an Zahlen festmachen. Nur ist halt kein Geld da, damit jede noch so kleine Gemeinde nen eigenen Pfarrer bekommt. Also muß man sehen, was man mit der Situation macht. EIne Zusammenlegung mit irgendwas ist da unvermeidlich. Und wie gesagt: Von Rechtenbach aus nach Westen ist nur Wald, und dann kommt das Dekanat Pirmasens, und nach Süden schließt sich gleich hinter Schweigen Frankreich an. Nach Osten liegen die Gemeinden Freckenfeld und Niederotterbach, die vom Freckenfelder Pfarramt versorgt werden und wohl groß genug sind, um eine Eigenständigkeit zu rechtfertigen.
Angesichts dieser Situation ist es doch - ich wiederhole mich hier - das natürlichste und vernünftigste auf der Welt, daß man nicht bestehende Pfarreien auseinanderreißt, sondern zwei Gemeinden fusioniert, die jeweils etwa die Hälfte der nötigen Gemeindeglieder haben, die zwei bestehenden Pfarrämter auflöst und ein neues Pfarramt schafft und ausschreibt. Offensichtlich haben sich darauf nur Hauck und Lingenfelder beworben, und Hauck hat wohl nicht überzeugt.

Zitat
Aber doch bitte nicht in der Zeitung. Sondern innerhalb der Gemeinde / Kirche.


Danke für diesen Satz! Denn es waren diejenigen, die Pfarrer Hauck unbedingt in der Gemeinde behalten wollten, die mit der Zeitungskampagne anfingen. Von der anderen Seite hab ich dazu so gut wie gar nichts gesehen. Daß es den weiter oben zitierten Leserbrief gab muß eine Reaktion auf die enorme (!) Berichterstattung pro Hauck im Lokalteil der Rheinpfalz gewesen sein (ich war zu dem Zeitpunkt gerade in der Region und konnte es verfolgen, den Leserbrief habe ich leider nicht mehr in der Zeitung gesehen, der muß später gewesen sein).

Zitat
Beiden gemeinsam ist aber der Gedanke des Missionierens und des Festhaltens an den Grundaussagen der Bibel statt einer eher schwammigen Auslegung, wie sie der eine oder andere Pfarrer predigt. Immer daraufbedacht nur nicht anzuecken.


Ich halte dafür, daß "liberale" Pfarrer meist näher an den Grundaussagen der Bibel sind als Evangelikale oder Pietisten. Diese sind näher an Zeitgeist ihrer Entstehungszeit und der entsprechenden moralischen und bürgerlichen Deutung des Bibeltextes. "Schwammig" sind die wenigsten. Und mit dem Anecken hat wohl auch keiner ein Problem, das ist wohl eher das Problem der Evangelikalen, die sich davor fürchten, daß man nicht mal mehr von Fasten udn Beten sprechen darf in der Kirche... ;)

Zitat
Der Pietismus ist m.M. nach weniger dem Zeitgeist geschuldet als eher die Reaktion auf eben diesen.


Jede Zeit hat ihren eigenen Geist. Und jeder Zeitgeist ist auch eine Reaktion auf den vorhergehenden. Der Pietismus ist eine Reaktion sowohl auf die Orthodoxie als auch auf die Aufklärung, der Liberalismus setzt die Aufklärung fort darauf kommt die Erweckungsbewegung... Alles Zeitgeister! Komischerweise wird aber meist nur die mit der eigenen Richtung konkurrierende als zeitgeistig bezeichnet, womöglich ein Indiz für den Balken im eigenen Auge.

Zitat
In der methodistischen Kirche werden Lehramtskandidaten berufen. Wäre eine Möglichkeit.


Sicher, aber löst das Problem nicht. Man könnte auch hingehen und Fachinformatiker oder Autoschlosser berufen. Immer noch bleibt das Problem bestehen: Wie geht man sicher, daß der fragliche Kandidat einen "echten" Glauben hat? Und wer wäre berufen und geeignet, das zu entscheiden?

Zitat
wahrer Glaube fängt im Herzen an und nicht im Kopf und bei den Zahlen.


Klar fängt Glaube im Herzen an. Aber wenn es dann so weit kommt, daß sich eine Gemeinde bildet ud sich Gemeinden zu Kirchen zusammenschließen, dann muß man sehen, wie man das organisiert. Und dann ist halt eine bestimmte Menge Geld da, mit der man eine bestimmte Menge Pfarrer bezahlen kann, die eine bestimmte Menge Gemeindeglieder versorgen kann. Es ist nur fair, daß die Zahlen dabei in etwa gleich sind, damit nicht einer in der Arbeit untergeht und der andere den halben Tag frei hat. Auch den Gemeindegliedern gegenüber ist es fairer, denn der Pfarrer wird nicht den halben Tag frei nehmen, sondern sich mehr um die Gemeinde kümmern. Dann haben einige Gemeinden mehr von ihrem Pfarrer und andere weniger. Das ist den Gemeinden gegenüber nicht fair, wo es mehr Arbeit gibt und der Pfarrer nicht so viel schaffen kann, auch nicht so viel Neues anpacken kann.
Die Zahlen sind also keine Frage des Galubens, sondern eien Frage der Fairness unter den Gläubigen. Und die Zusammenlegung ist eben eine Maßnahme, um diese Fairness aufrecht zu erhalten. Wie gesagt hätte jede andere Zuschneidung der neuen Gemeinde mehr Probleme geschaffen als gelöst, weil weitere bestehende Strukturen hätten zerstört und verändert werden müssen.

Zitat
Von einem evangelikalen Pfarrer (mein Bild) erwarte ich ein klares Bekenntnis zum Evangelium - kein weichgespültes.


Sie werden lachen, das verlange ich auch. Aber wenn ein liberaler Pfarrer in einer evangelikalen Gemeinde sich zum Evangelium bekennen würde anstatt zur Moral des 19. Jahrhunderts, dann eckt er durchaus an. Er muß sich eben auf eine gewisse Weise zum Evangelium bekennen, um nicht anzuecken, er muß die Theologie der Evangelikalen schlucken, er darf nicht davon reden, daß es auch andere (und bibelgemäßere) Theologien gibt als diejenigen, die in evangelikalen Kreisen kursieren. "Weichgespült" ist wieder so eine einseitige Wertung. Wer ist denn weichgespült? Derjenige, der klar ausspricht, daß Gott dem Menschen die Erde gab, um sie zu bebauen und zu BEWAHREN oder derjenige, der den Klimawandel leugnen will, um Profit zu machen. Wer ist denn weichgespült? Derjenige, der klar bekennt, daß Gott alle Menschen liebt udn Christus für alle ans Kreuz ging, oder derjenige, der die Ewigkeit aber doch bitte nicht mit Homosexuellen teilen möchte? Wer ist denn weichgespült? Derjenige, der auf das Bibelwort verweist, demnach es keinen Unterschied zwischen Mann udn Frau gibt, ebensowenig wie zwischen Juden udn Griechen, oder derjenige, der aber darauf pocht daß es diese Unterschiede dann eben doch gibt, wenn es um seine Kanzel geht. Wer ist denn weichgespült? Derjenige, der demütig dorthin geht, wo Gott ihn hinsetzt oder derjenige, der Himmel und Hölle (!) in Bewegung setzt um an seinen angestammten Fleischtöpfen zu bleiben?
Sorry, aber bei solchen Wertungen platzt mir mitunter die Hutschnur. Die Evangelikalen haben den Glauben nicht für sich gepachtet. Sie haben ihre Frömmigkeit gefunden, und so lange sie kein Unheil damit anrichten, hab ich damit kein Problem, aber wenn es dann losgeht, daß man seine Frömmigkeit zur allein Seligmachenden erklärt, dann muß ich was sagen: "Liberale" Christen sind auch Christen, lesen auch die Bibel, glauben auch an Gott und haben in keinster (!) Weise einen den Evangelikalen gegenüber defizitären Glauben, noch spülen sie weich oder machen "Wischiwaschi".

Zitat
Aber die Erfahrungswerte zeigen, dass Pfarrer mit einen klaren Bekenntnis (dazu zähle ich i.Ü. Pfarrer aus allen Prägungen, hat für mich nichts mit evangelikal zu tun) zunehmend mehr Schwierigkeiten haben.


Das war immer so und wird auch so bleiben und ist nicht nur auf Pfarrer beschränkt. Auch im sonstigen Leben kommt man leichter durch, wenn man sich nicht so sehr an Prinzipien klammert. Dabei können die Prinzipien aussehen, wie sie wollen.

Zitat
Fakt ist aber, dass man unbequeme Leute gern blockiert.


Mag ja sein, aber wer sagt, daß Hauck unbequem war und daß er blockiert wurde? Er hat eine Stelle nicht gekriegt, auf die er sich beworben hat. Mein Gott, ich weiß gar nciht, wie viele Bewerbungen ich schon geschrieben habe, die ohne Erfolg zurückkamen! Und hier geht es um eine (!) Bewerbung, wobei noch nicht einmal der Job als solcher gefährdet ist (wie gesagt, er ist Beamter) sondern nur der Ort, an dem er arbeitet. Es droht ihm noch nicht einmal eine sehr weite Umorientierung. Wo andere Menschen schon nahezu weltwiet flexibel sein müssen beschränkt sich der Bereich Haucks auf das Gebit des ehemaligen Bayerns links des Rheins! Er muß nicht mal von Dialekt auf Hochdeutsch umstellen (falls er Dialekt spricht)!

Zitat
Soll heißen, dass es ungläubige Pfarrer gibt.


Also hat es nichts mit unserem Thema zu tun? Okay. 1+1=2

Zitat
Dann kommen Sie wohl kaum aus dem ungläubigen Osten


Was meinen Sie, wo ich herkomme, wenn ich Ihnen mal eben die Gemeinden um Schweigen-Rechtenbach herum aufzählen kann samt einigen Pfarrern, die dort stehen? Ich wohne zwar nicht mehr in der Gegend, aber ich war da lange. Im Osten hab ich auch schon zweimal gewohnt. Ja, Christentum ist da jetzt nicht so in Mode, das hab ich mitbekommen. Die Spätfolgen dessen, daß die Kirche es im 19. Jahrhundert nicht geschafft hat, sich angemessen der sozialen Frage anzunehmen. Da war man halt auch mehr im Zeitgeist verfangen. Und die Zahlen... da soll es ja Pfarreien gegeben haben in den Großstädten mit über 10000 Gemeindegliedern, weil man zu langsam auf die Landflucht reagierte. Aus diesem Grund spielen Zahlen eben doch eine Rolle! ;)

Zitat
Und ich glaube, dass es bei Gott um Gemeindebau geht. Aber vielleicht liege ich da ja falsch....


Nun, das Wort Gemeindebau kommt so in der Bibel ja nicht vor... ich denke, der folgt ganz einfach aus dem Wirken des Heiligen Geistes. Das sind weltliche Nebensächlichkeiten. Warum es geht, ist der Glaube und die Gemeinschaft, die sich durch die Liebe von anderen unterscheidet. Alles andere ist Konsequenz daraus.

Zitat
Mh ... darum sind die Gottesdienste der freien Gemeinden in der Regel auch besser besucht.


In der freien Gemeinde wird nach meiner Erfahrung erwartet, daß man zum Gottesdienst erscheint, womöglich mit Schlips und sauber gescheiteltem Haupthaar. Diese Erwartung gibt es in der Landeskirche so nicht. Das hat Auswirkungen. Bleibt man in der freien Gemeinde einmal zu Hause, wird gleich nachgefragt. Das erzeugt schon so einen gewissen Sozialdruck, der dann eben auch Wirkung zeigt. Trotzdem: Bei schlimmen Vorfällen, Katastrophen, Krieg, da ist die Kirche voll. Auch bei Beerdigungen (wobei das mehr aufm Dorf, was wiederum auch was mit Sozialdruck zu tun hat). Die Leute kommen nicht in die Kirche, weil sie mit der Kirche nichts zu tun haben, sondern weil sie dort trotz ihrer sonstigen Distanz zur Kirche genau dort den Trost suchen, den sie in dem Moment brauchen. Bei Weihnachten ist es wieder ein wenig anders, da gehört der Kirchgang wohl zum kulturellen Setting.

Zitat
Ich denke, dass das auch daran liegt, dass Pfarrer so selten die Früchte ihrer Arbeit aufwachsen sehen.


Wenn ein Pfarrer in den Besucherzahlen des Sonntagsgottesdienstes die Früchte seiner Arbeit sieht, dann kann das sicherlich niederdrücken. Ich denke aber, daß kaum ein Pfarrer das so sieht. Es ist ja nicht so, daß ein Pfarrer sonst nichts macht die Woche über.

Gottes Segen

PS: Da wir uns inzwischen weiter und weiter vom ursprünglichen Thema entfernt haben schlage ich vor, daß wir vielleicht per PM weiterdiskutieren können, falls gewünscht. Zumal der Thread ja bald geschlossen wird.

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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#70 von dr.arndt , 21.02.2014 16:09

Liebe Diskutanten, liebe Freunde,


"Da wir uns inzwischen weiter und weiter vom ursprünglichen Thema entfernt haben schlage ich vor, daß wir vielleicht per PM weiterdiskutieren können, falls gewünscht. Zumal der Thread ja bald geschlossen wird." schrieb Tonner.

Nichts hindert Euch, einen neuen Thread/ neues Thema mit den jetzt von Euch aktuell diskutierten Anliegen zu eröffnen und die Diskussion dort fortzusetzen. Hätte den Vorteil, dass alle anderen die Diskussion verfolgen und sich ggfs. einbringen könnten. Wir sehen ja und freuen uns, dass das Bedürfnis nach Meinungsaustausch besteht und auch lebhaft stattfindet. Wäre das ein gangbarer Weg?

Dann würde ich diesen Thread "Eine Gemeinde wird gemobbt" für die weitere Entwicklung in Sachen "Hauck" in der Hoffnung geöffnet halten, dass wir dort künftig enger am Thema bleiben?

Was meint Ihr?

Euer

Achim


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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#71 von Joringel , 21.02.2014 16:30

Ich sehe auch keine Notwendigkeit, den Thread zu schließen. Erstens besteht noch Diskussionsbedarf, zweitens steht die Entscheidung des Kirchengerichtes ja noch aus und drittens ist es jedem freigestellt, die Diskussion zu verfolgen oder nicht. Unter "Diskutieren & Plaudern" habe ich einen ganz aktuellen Zeitungartikel eingestellt, der demonstriert, wie schnell man mit "Ecken und Kanten" auch Anstoß erregen kann. Ich wollte mit dieser kleinen Aktivität die Position von "Janchen" illustrieren. Ich kenne auch noch ein Gegenbeispiel: Eine "evangelikal" überzeugte Großmutter ging regelmäßig in den Evangelischen Kindergarten einer anderen Gemeinde, um den kleinen Kindern biblische Geschichten zu erzählen. Der "liberale" Elternbeirat nahm Anstoß daran "Wir wollen das nicht" und dieses freiwillige Engagement mußte wieder eingestellt werden.


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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#72 von dr.arndt , 21.02.2014 17:44

Liebe Joringel, liebe Freunde,

wollen wir die weitere Diskussion, die einmal mit dem Thema "Hauck" begann, nicht bitte hier fortsetzen:

Wir müssen draußen bleiben

Würde uns freuen.

Euer

Achim


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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#73 von Janchen , 21.02.2014 17:48

Zitat
Sie werden lachen, das verlange ich auch. Aber wenn ein liberaler Pfarrer in einer evangelikalen Gemeinde sich zum Evangelium bekennen würde anstatt zur Moral des 19. Jahrhunderts, dann eckt er durchaus an. Er muß sich eben auf eine gewisse Weise zum Evangelium bekennen, um nicht anzuecken, er muß die Theologie der Evangelikalen schlucken, er darf nicht davon reden, daß es auch andere (und bibelgemäßere) Theologien gibt als diejenigen, die in evangelikalen Kreisen kursieren. "Weichgespült" ist wieder so eine einseitige Wertung. Wer ist denn weichgespült? Derjenige, der klar ausspricht, daß Gott dem Menschen die Erde gab, um sie zu bebauen und zu BEWAHREN oder derjenige, der den Klimawandel leugnen will, um Profit zu machen. Wer ist denn weichgespült? Derjenige, der klar bekennt, daß Gott alle Menschen liebt udn Christus für alle ans Kreuz ging, oder derjenige, der die Ewigkeit aber doch bitte nicht mit Homosexuellen teilen möchte? Wer ist denn weichgespült? Derjenige, der auf das Bibelwort verweist, demnach es keinen Unterschied zwischen Mann udn Frau gibt, ebensowenig wie zwischen Juden udn Griechen, oder derjenige, der aber darauf pocht daß es diese Unterschiede dann eben doch gibt, wenn es um seine Kanzel geht. Wer ist denn weichgespült? Derjenige, der demütig dorthin geht, wo Gott ihn hinsetzt oder derjenige, der Himmel und Hölle (!) in Bewegung setzt um an seinen angestammten Fleischtöpfen zu bleiben?
Sorry, aber bei solchen Wertungen platzt mir mitunter die Hutschnur. Die Evangelikalen haben den Glauben nicht für sich gepachtet. Sie haben ihre Frömmigkeit gefunden, und so lange sie kein Unheil damit anrichten, hab ich damit kein Problem, aber wenn es dann losgeht, daß man seine Frömmigkeit zur allein Seligmachenden erklärt, dann muß ich was sagen: "Liberale" Christen sind auch Christen, lesen auch die Bibel, glauben auch an Gott und haben in keinster (!) Weise einen den Evangelikalen gegenüber defizitären Glauben, noch spülen sie weich oder machen "Wischiwaschi".



Weichgespült sind solche, die das Evangelium so drehen, bis es allen gefällt, aber im Endeffekt nichtssagend ist. Auch solche, die ein Problem mit Ja und Nein haben, es lieber bei Jein belassen.

Zitat

In der freien Gemeinde wird nach meiner Erfahrung erwartet, daß man zum Gottesdienst erscheint, womöglich mit Schlips und sauber gescheiteltem Haupthaar. Diese Erwartung gibt es in der Landeskirche so nicht. Das hat Auswirkungen. Bleibt man in der freien Gemeinde einmal zu Hause, wird gleich nachgefragt. Das erzeugt schon so einen gewissen Sozialdruck, der dann eben auch Wirkung zeigt. Trotzdem: Bei schlimmen Vorfällen, Katastrophen, Krieg, da ist die Kirche voll. Auch bei Beerdigungen (wobei das mehr aufm Dorf, was wiederum auch was mit Sozialdruck zu tun hat). Die Leute kommen nicht in die Kirche, weil sie mit der Kirche nichts zu tun haben, sondern weil sie dort trotz ihrer sonstigen Distanz zur Kirche genau dort den Trost suchen, den sie in dem Moment brauchen. Bei Weihnachten ist es wieder ein wenig anders, da gehört der Kirchgang wohl zum kulturellen Setting.


Das mein ich nicht. Eine gute Predigt - ein klares Wort, das ist es, was viele bei Freikirchen suchen und finden. Und deshalb sind viele Gottesdienste auch gut besucht. Ich sagte nicht, dass ich alles gut finde - dort. Ich weiß schon, wie Gottesdienste bei der Allianz ablaufen. Meins ist es nicht. Unser Pfarrer meinte in einem Gespräch darüber, dass es aber viele Menschen gibt, die nur über diese Schiene zu erreichen sind.

Zitat

Zitat

ZitatIch denke, dass das auch daran liegt, dass Pfarrer so selten die Früchte ihrer Arbeit aufwachsen sehen.



Wenn ein Pfarrer in den Besucherzahlen des Sonntagsgottesdienstes die Früchte seiner Arbeit sieht, dann kann das sicherlich niederdrücken. Ich denke aber, daß kaum ein Pfarrer das so sieht. Es ist ja nicht so, daß ein Pfarrer sonst nichts macht die Woche über.



Also das, was ich weis, drückt es sie schon.


Römer 1,17 ... Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht: "Der Gerechte wird aus dem Glauben leben."

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zuletzt bearbeitet 21.02.2014 | Top

RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#74 von dr.arndt , 21.02.2014 18:03

Liebe Janchen, liebe Freunde,

vielleicht können wir uns darauf verständigen, uns hier wirklich nur konkret über den Fall "Hauck" auszutauschen?

Es geht uns nicht darum, spannende Diskussion abzuwürgen, sondern darum, in unserem Forum Übersichtlichkeit zu gewährleisten.

Joringel hat das neue Thema

Wir müssen draußen bleiben

eröffnet. Vielleicht fühlt Ihr Euch dort aufgehoben? Falls nicht, ich wiederhole mich, steht es jedem registrierten Mitglied unseres Forums frei, selbst ein neues Thema zu erstellen/einzurichten.

Euer

Achim


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RE: Eine Gemeinde wird gemobbt

#75 von Janchen , 21.02.2014 18:10

Tschuldigung.

Ich hatte erst überlegt, im anderen Thread ein neues Thema zu eröffnen und dann dachte ich, ich antworte jetzt nur noch das eine Mal.


LG Jani


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