RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#31 von Matze , 24.11.2017 21:13

Liebe DAVID Freunde, liebe Andrea,
ich habe hier gerade deine ganze Geschichte gelesen und ich bin beeindruckt darüber, was du für eine starke Frau bist. Man muss sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, denn jeder von uns hat das Recht, sich persönlich zu verteidigen. Auch ich, bzw. wir kennen diese Probleme sehr genau, was denn so hinter dem Rücken erzählt wird, stellst du Sie zur Rede, dann wird das ganze sehr unangenehm für diese betroffene Person. Du musst lernen, damit umzugehen, lass die anderen ruhig Reden, du selbst weißt was du leistest und wieviel Freude du daran hast. Gehe weiterhin positiv auf diese Sachen zu und lass dir nichts anmerken, auch wenn manchesmal etwas nicht so läuft wie erwartet. Man muss auch über viele Dinge im Leben erst einmal darüber Nachdenken, was mache ich jetzt am besten und wie gehe ich hier weiter vor, d.h. ein bis zwei Nächte darüber schlafen hilft hier ggf., dann kommt die Lösung von ganz alleine. Auch wenn eurer Pastor in seinem Amt grobe Fehler macht, so hat dich das nicht zu interessieren, denn dafür bist du hier nicht verantwortlich, sondern der oder die Vorgesetzten für diese Person. Sicherlich nervt dich das, weil Du ein sehr genauer Mensch bist und dein Pflichtbewusstsein für dieses Amt was du da bekleidest, sehr hoch ist. Aber du siehst ja selbst was passieren kann, das alles wird dann nicht in Betracht gezogen, sondern nur das was gerade passiert ist, darauf reiten Sie dann rum und machen dir das Leben schwer. Ich bin auch ein Mensch, der persönlich alles geklärt haben möchte und das am besten Gestern und nicht Heute, aber vieles lässt sich halt auf der schnelle nicht Regeln. Man muss persönlich für sich selbst den richtigen Weg finden, bevor man an vielen Sachen innerlich selbst kaputt geht. Die Zeit wird kommen, dann wird diese Person aus dem Amt scheiden und du erfährst dann ggf. Lob und Anerkennung für deine Tätigkeit, wenn diese Stelle mit einem neuen Pastor besetzt wird. Das Blatt wendet sich dann zum Guten für Dich und die Arbeit macht dann wieder Spaß. Zur Zeit befindest du dich in einem Tiefpunkt, schaue jetzt nach vorne, denn es ist ja bald geschafft und ein anderer wird dann diese Stelle übernehmen. Es ist wirklich so, wer schon zu lange auf einem gleichen Posten sitzt, der wird dann irgendwann Betriebsblind und nimmt selbst die Ereignisse in seinem Umfeld nicht mehr Wahr. Überlege einmal selbst, wann du denn das letzte Lob für deine aufrichtige Tätigkeit bekommen hast und ggf. auf von welchem Personenkreis dir dieses zugekommen ist. Du wirst bemerken, das sind die Personen, die deine Arbeit sehen und würdigen, für die anderen ist es leider ein ganz normaler Alltag, ohne großen Veränderungen, obwohl diese klar und deutlich erkennbar sind. Genieße weiterhin dein Leben, lass dich aber auch nicht unterdrücken, sei vorsichtig mit schnellen Äußerungen und Denke erst einmal darüber nach, ob es das alles Wert ist, sich hier persönlich aufzuregen. Leider ist die Macht die über einen steht größer als wie man es selbst vermutet, aber wir sitzen nun mal nicht am längerem Hebel, sondern müssen uns ggf. fügen und nur einfach das machen was von uns verlangt wird. Ich persönlich möchte auch vieles bei Kirchen veränden, aber leider kommt man an die Verantwortlichen nicht ran und somit muss ich dieses so nehmen wie es ist, obwohl es mir sehr schwer fällt. Bleibe weiterhin Munter und ärgere dich nicht darüber, wenn manche Dinge eben nicht so laufen wie man sich das persönlich wünscht und es wird immer Leute geben, die schlechtes erzählen werden, obwohl es nicht der Wahrheit entspricht. Vielleicht haben solche Personen ein Problem, diese suchen ggf. Aufmerksamkeit gegenüber dritte und dann kommt da so ein Mist zustande. Also Kopfhoch und durch liebe Andrea, du schaffst das schon, da bin ich mir vollkommen sicher.

LG
Matze


Euer
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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#32 von fiedje1414 , 04.03.2018 10:30

Lieber Matze,
vielen Dank für deine lieben und stärkenden Worte.Die Zeit bis zum Jahresende 2017 habe ich irgendwie geschafft.Nach meinem Jahresurlaub und Krankheit fange ich am 06.03.wieder an zu arbeiten.Die Situation in unserer Gemeinde wird immer schlimmer.Ich bin z.Z.nicht in der Schußlinie(GSD!!!),dafür ist jetzt unsere Sozialpädagogin dran.Sie wird sich eine andere Arbeit suchen,weil sie es psychisch nicht mehr aushält.Du hast recht:man muss und sollte viele Dinge über sich ergehen lassen,weil sich schlichtweg nichts ändert.Ich habe für mich entschieden,nur noch Dienst nach Vorschrift zu leisten;mich nur um meine Aufgaben zu kümmern.Ehrenamtlich fahre ich alles zurück und lasse die Gemeinde Gemeinde sein.Ich bin nur unendlich traurig,das ich entgegen meiner Einstellungen so handeln muss.Aber es ist wohl auch bei Kirchens so:das eigene Hemd ist einem am nächsten.
Ich bin nur unendlich dankbar,das ich hier auf Menschen getroffen bin,die mich unterstützt und aufgebaut haben.
Dank an Alle.
LG Andrea

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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#33 von Achim , 04.03.2018 11:03

Schön, dass wir wieder von Dir hören, liebe Andrea.

Und es ist sicher gut, dass Du für Dich einen Weg gefunden hast, den Alltag zu meistern, - wenn auch Deine sicher berechtigte Verbitterung unübersehbar bleibt.

Bleib´ uns gewogen! Vielleicht magst Du Dich hier auch gelegentlich zu den Problemen anderer Leidtragender äußern?

LG

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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#34 von Matze , 04.03.2018 12:52

Liebe Andrea,
das ist eine sehr schöne Entscheidung die du hier jetzt für dich selbst getroffen hast. Ich freue mich darüber, dass es dir jetzt Gesundheitlich wieder besser geht und du ab März 18 deine Tätigkeit wieder ausüben kannst. Sicherlich möchte man immer mehr erreichen als das was von einem abverlangt wird, aber wo bleibt der DANK dafür, das ich mehr Leiste als von mir verlangt wird. Der Gedanke daran, hier nicht die nötige Anerkennung zu bekommen, Frist einen innerlich auf und der Schmerz darüber macht dich seelisch kaputt. Ich zumindest wünsche dir jetzt viel Erfolg und erneut viel Spaß bei deiner Ausübung deiner Tätigkeit, sehe es als einen Neuanfang mit dir selbst gesteckten Zielen und vielleicht kommt ja auch bald ein Lob dafür, was Du hier alles leistest. Ich würde mich auch sehr darüber freuen, wieder von dir zu hören und vielleicht gibt es einen Zwischenbericht deinerseits, wie hier der Einstieg war.


Euer
Matze

 
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#35 von urban62 , 07.11.2018 09:47

Wenn ich das hier lese bin ich einfach nur geschockt!! was es doch für Menschen gibt

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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#36 von fiedje1414 , 26.02.2019 21:13

Liebe Leute,
wieder ist Zeit ins Land gegangen und an meiner Situation hat sich kaum etwas verändert.Ich habe immer noch mit den unterschwelligen Anschuldigungen durch meinen Pfarrer arg zu kämpfen.Nach wie vor werden winzig kleinste,ganz normale zum Alltag gehörende Problematiken von ihm extrem hochgespielt und mehrfach im KGR zur Sprache gebracht.
Dienstberatungen finden seit März 2017 gar nicht mehr statt; nur ganz kurzfristig werden Infos zu Veranstaltungen mitgeteilt und ich muß dann immer sehr viel improvisieren...was natürlich enorm stresst.
Heute fand mal wieder eine vom Pfarrer ganz spontan angesetzte Zusammenkunft statt.
Nach Dienstende bestellte er mich kurzfristig zu 18.00 Uhr ins Pfarrhaus.
Er legte mir ein anonymes Schreiben von einer Privatperson vor - deren Empfängernamen er mir nicht mitteilte und äußerte den Verdacht,das auf Grund meiner handschriftlich eingereichten Tätigkeitsnachweise viel Ähnlichkeit mit dem Schriftbild des anonymen Briefes bestünde.
Nun will er ein graphologisches Gutachten in Auftrag geben und eine Eidesstattliche Erklärung mir unterschrieben haben.
Hat irgendjemand rechtliche Kenntnisse, ob diese Vorgehensweise so rechtlich richtig ist?
Momentan bin ich dank dieser erneuten Vorwürfe seelisch und körperlich wieder ziemlich weit unten.
Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand von euch ein paar Tipps und Ratschläge geben könnte.
Liebe Grüße und Danke für eure Unterstützung.
Herzlichst Andrea.

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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#37 von Achim , 27.02.2019 08:17

Liebe Andrea,

ich gehe mal davon aus, dass die anonyme Zuschrift nicht von Dir stammt. Dann hast Du nicht den geringsten Anlass, eine eidesstattliche Versicherung zu unterschreiben, mit der Du wohl Deine Unschuld beweisen sollst. Hättest Du aber - rein theoretisch - dieses Schreiben anonym verfasst, hättest Du erst recht keinen Anlass, eine solche zu unterschreiben, - denn dann wäre sie falsch. Wie dem auch sei, auf keinen Fall unterschreiben!

LG

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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#38 von Sunny , 28.02.2019 19:14

Unterschreibe gar nichts. Ich wurde nach einer Teamsitzung gezwungen eine Ermahnung zu unterschreiben und habe vor Angst unterschrieben. Ich hätte eine Kollegin mit "fette Sau" beschimpft. (ich bin selber dicker) Zuvor habe ich mit dieser Kollegin und einer weiteren gesprochen, dass ich abnehmen möchte und ich vor jedem Respekt habe der es schafft, weil es schwierig ist. Und das ich es schlimm finde, wenn man jemanden mit seinem Gewicht beleidigt. Wir haben uns verabschiedet und uns gut getrennt. Sie hat für diese Teamsitzung meinen Dienst übernommen. Ich habe gesagt, sprechen wir mit dieser Kollegin, dieses Wort ist niemals gefallen. Das wurde mir verweigert. Auch die Kollegin, die Zeugin war, war wie vom Schlag getroffen, weil es eben nicht der Wahrheit entsprochen hat. Darüber wurde mir noch vorgeworfen, ich hätte bei dieser Kollegin (die zu dem Zeitpunkt schon über zwei Jahre) für den Träger gearbeitet hat eine falsche Übergabe gemacht (sie hat mich vertreten während der Teamsitzung). Wir waren als Team noch so frisch, dass die Leitung gar nicht sagte wie sie eine Übergabe erwartet und was für sie dazugehört. So habe ich halt gemacht wie ich es von vorheriger Einrichtung kannte und es O.K. war. Meine Mutter hat mich sehr geschimnpft, weil ich unterschrieben habe. Aber ich hatte Angst wegen der Probezeit. Die Leitung als auch ihre Freundin, die Kkirchenpflegerin haben mich unter Druck gesetzt und sagten ich muss unterschreiben.

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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#39 von Joringel , 06.03.2019 15:49

In solchen Situationen wird man genötigt, sich zu rechtfertigen. Daher ist es nötig, aus dieser Situation herauszukommen. Vielleicht kann man so reagieren: Ich lehne es ab für irgendetwas Erklärungen abzugeben, die nicht im fachlichen Zusammenhang mit meiner Berufsausübung stehen. Gibt es keine Frauenbeauftragte, die Dir helfen kann?

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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#40 von fiedje1414 , 07.03.2019 17:22

Lieber Achim,danke für deine Antwort.Natürlich habe ich dieses anonyme Schreiben nicht verfasst.Ich habe mir rechtlichen Rat geholt.Das graphologische Gutachten kann er gerne erstellen lassen-allerdings auf eigene Kosten.Auch der KGR kann nicht damit beauftragt werden, weil dieses anonyme an eine außenstehende Person gesandt wurde.Und ich werde auch nichts unterschreiben.Es ist aber so: wenn man vors Gremium zitiert wird;dir nicht mitgeteilt wird,um was es eigentlich geht;du keine Chance hast,dir neutralen Beistand zu besorgen und dann noch verbal unter Druck gesetzt wird, hat man einfach nur Angst.
Ich habe in zwei Wochen einen Termin mit zwei Leuten von der MAV, die das Prozedere auch schon seit Jahren kennen. Eventuell reichen ich eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein.Der Probst(sein Vorgesetzter) wird es zwar nur zur Kenntnis nehmen(die beiden haben sich dolle lieb),aber besser so,als garnichts zu unternehmen.Mal schauen,wie es weitergeht und was mein Vorgesetzter noch so alles aus dem Zauberhut rausholt.Liebe Grüße Andrea.

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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#41 von Joringel , 08.03.2019 10:22

Ja, das ist doch eine gute Idee - Schritt für Schritt alles benennen, was hier an Druckmitteln eingesetzt wird. Eine vergleichbare Situation gibt es in der Evangelischen Stiftung Neinstedt. Die haben auch einen Werkzeugkasten in dem sich viel Mobbing-Handwerkszeug befindet. Immer wieder denkt man, die Täter (wo Opfer sind, sind auch Täter!) müssen sich doch selbst schon doof vorkommen. Aber wie auf einer Geisterbahn rasen sie immer weiter. Und wenn etwas an die Öffentlichkeit dringt, sind sie empört. "Kommen Sie mir bloß nicht mit Mobbing!" Okay! Was ist es dann? Wie wäre es mit verantwortungsloser, diskriminierender Personalführung?

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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#42 von Matze , 08.03.2019 19:18

Hallo in diese Runde,
ich stelle mir hier persönlich immer wieder die Frage: Warum machen solche Leute oder auch Führungspersonen so etwas? Muss das in der heutigen Zeit noch sein, man kann doch Miteinander vernünftig ein vorhandenes Problem besprechen, ohne das man gleich den anderen Diskriminieren muss. Was sind das für Leute, die es immer wieder versuchen, einen zum Rand des Abgrundes zu führen. Gerade in Kirchenkreisen, habe ich so ein Verhalten nie und nimmer für Möglich gehalten. Aber wie man sieht, ist hier wohl der Machtkampf enorm hoch, denn Sie Wissen nicht was Sie tun. Hier muss es ein Kirchengremium geben, die unabhängig und ganz Neutral, diese Fälle aufgreift und bearbeitet und dann ggf. Handelt und ein Machtwort ausspricht gegenüber so einem Führungsstil. Ich Glaube, das dieser Personenkreis einfach nicht mehr fähig dazu ist, mit der heutigen Zeit zu gehen und das sich vieles verändert hat in unserem heutigen Zeitalter. Wer sich dem nicht anpassen kann, der sollte lieber sein Amt rechtzeitig abgeben und in seiner eigenen kleinen Welt, weiterleben, bevor er hier noch weitere Menschen unwürdig behandelt. Das Problem ist aber, diese Personen meinen immer noch, das Sie im Recht sind und machen Munter weiter, ohne es zu Merken.


Euer
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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#43 von fiedje1414 , 10.03.2019 19:24

Lieber Matze,
ich hab mich natürlich auch damit befasst,was meinen Vorgesetzten stetig antreibt, mich zu mobben.
Wenn ich auf seinen Lebenslauf schaue ( deren Details er in fast jeder Predigt erwähnt) - seine erfahrenen Verletzungen wie: ein sozial schwaches Elternhaus; kaum erfahrene Zuneigung durch die Eltern(er ist mit fünf Geschwistern groß geworden); der leibliche Vater hat die Familie verlassen; der Stiefvater hat geschlagen; die Mutter hatte nur Ablehnung für ihn übrig; der Verlust seiner Drillinge vor über 30 Jahren.Und es nun einmal so: wie Kinder aufwachsen und was ihnen vorgelebt wird, prägt sie ihr ganzes Leben. Was ich in den Charakterzügen meines Vorgesetzten erkennen kann, sind das absolutes Fehlen von menschlicher Wärme; ein gesundes Maß an Gutmütigkeit und Toleranz.
Zudem kommt noch dazu, dass er gut gemeinte Kritik und Unterstützung als Angriff auf seine Person bewertet.
Und: in der vorigen Gemeinde hat er verwaltungstechnisch; finanziell; personell und was die Gemeinschaft anbetrifft( Jugendarbeit; die Anzahl der Gottesdienstteilnehmer; Kirchenbücher wurden nicht korrekt von ihm geführt etc.) ein vollkommenes Chaos hinterlassen.Die Kirchenleitung war gezwungen, einen radikalen Schnitt zu machen.
Hinzu kommt, dass ich meinen ganzen Krams in Ordnung habe; mir immer zu helfen weiß und meinen Job im Griff habe.Ich vermute, dass er mir....und dann noch als Frau...dies neidet - und sich dann ständig seiner eigenen Unfähigkeit bewusst wird.Also wird dann mal mit allen Mitteln um sich gehauen, um die, die ihren Job gut machen rauszuekeln und die eigene Person besser da steht.
Für mich ist es nach wie vor schockierend und absolut nicht nachvollziehbar, dass in einer ,,christlichen" Gemeinde - von der Kirchenführung geduldet- derartige Verhaltensweisen im Namen Jesu von statten gehen.Am Donnerstag hab ich das Gespräch mit den Leuten von der MAV.
Liebe Grüße Andrea.

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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#44 von Matze , 10.03.2019 22:27

Liebe Andrea,
vielen Dank für diese Beschreibung deines Vorgesetzten. Jetzt kann man sich ein Bild machen, was diesen bewegt, solche Schritte anzuwenden. Es fehlt Ihm wohl an Zuneigung und das schon sein ganzes Leben lang. Tief im inneren dieser Person gibt es wohl kein Glück auf Erden mehr und dieses verbreitet ER unter denen, die mit ihm zu tun haben. In der heutigen Zeit ist es unvorstellbar, das solche Menschen noch als Führungsposition fungieren und gegenüber anderen ihren internen Frust vom Leben auslassen, anders kann man so ein Verhalten nicht deuten. Ich würde einmal sagen, das steckt ein ganz tiefes Problem im inneren dieser Person und ohne professionelle Hilfe, wird sich dieses auch Nie ändern. Wer gibt schon selbst zu, das er ein Problem hat, mit dem Umgang von Menschen, denen das Leben mehr Geschenkt hat, als Ihm selbst. Der Frust muss Tag für Tag raus und das wird dann an das Personal weiter geleitet, die ihm unterstellt sind. Es ist wohl ein Machtspiel von Anerkennung, die er wohl selbst nie erfahren konnte. Das Leben war schon in der Kindheit nicht gerade angenehm und dann noch der Verlust der Drillinge usw.. Das ist aber alles keine Entschuldigung, dem gegenüber, wo er als Führungsperson eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Personal hat. Warum erkennt die Kirchenleitung dieses nicht und bietet ggf. hier Hilfe an? Warum müssen andere darunter leiden, das so jemand versucht, anderen nicht die Anerkennung anzuerkennen, denen es gebührt, diese zu erhalten. Die Lösung wäre einfach, wenn die oberen entscheiden würden, das es jetzt Gut ist und Ihm vom Amt, was her hier derzeit begleidet, ablöst. Das wäre eine Lösung um diesem Konflikt ein Ende zu machen, aber selbst als Person unter dieser Führungsperson, ist es sehr kompliziert, dieses hier vorzubringen, ggf. für das Wohl aller. Ich hoffe dass das Ganze ein GUTES Ende findet und Du persönlich wieder Durchatmen kannst um deine Tätigkeit mit allem was Dir daran liegt, durchzuführen. Ich hoffe dass das ganze doch noch einen positiven Verlauf findet und Du für dich persönlich erst einmal einen inneren Frieden findest um dann neu durchzustarten.


Euer
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RE: Mobbing durch meinen Pfarrer

#45 von Panama , 11.03.2019 10:40

Liebe Andrea (und lieber Matze),
ich hoffe, dass es mir gelingt, meine Reaktion auf eure zwei letzten Beiträge taktvoll zu formulieren.
Vorweg: Andrea, du hast meine ganze Sympathie und Unterstützung. Ich nehme Anteil an deiner Situation schon seit einiger Zeit. Ich sehe wie sehr du leidest, dass das Mobbing kein Ende nimmt. Du hast einmal geschrieben, dass du unter dem Mobbing durch deinen Pfarrer seit 2012 (habe ich es richtig in Erinnerung?) leidest und auch damals erwähnt, dass du in Verbindung mit der MAV warst. Offensichtlich hat sich trotzden nichts danach geändert; das Mobbing ging weiter...und das ist natürlich das Problem.
Allerdings fühle ich mich bei der Lektüre deines letzten Beitrags etwas unwohl. Auch wenn es anonym formuliert ist, werden hier im breiten Forum sehr persönliche und sensiblen Angaben über eine Person gemacht. Ich kann sehr wohl verstehen, dass du nach Gründen suchst, um das zerstörische Verhalten deines Pfarrers dir gegenüber zu erklären und vielleicht hast du mit deinen Vermutungen sogar Recht. Aber die endgültige Diagnose über den psychischen Zustand eines Menschen sollten wir einer zuständiger Fachkraft überlassen. Vielleicht wäre es die Aufgabe der MAV gewesen, deine Vermutungen anhand konkreter Beispiele an die Kirchenleitung weiterzugen. Du hast jetzt einen guten Anlass: die Sache mit dem anonymen Schreiben bzw. graphologischem Gutachten spricht für sich...und für dich...
Ich möchte etwas hinfügen, das mit dir nichts zu tun hat: In dem Fall eines mir gut bekannten Pfarrers meinte der Vogesetzte in einem internen Schreiben an die Kirchenleitung (in einem schwebenden Verfahen), er selbst würde empfehlen, den (von ihm selbst gemobbten) Pfarrer zum Vertrauensarzt zu schicken. Dieses Schreiben fand der Betroffene zufällig Jahre später in seiner PA. Die Kirchenleitung hat übigens aus gutem Grund in dieserr Richtung nichts unternommen.
Dir (und auch Matze) liebe Grüße und ich hoffe sehr, dass dein Treffen mit der MAV diesmal dir weiterhilft.
Panama

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