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Warum ich die beiden letzten Zeitungsartikel eingestellt habe

#1 von Joringel , 01.10.2014 14:33

Alles, was über die Stadtverwaltung Wiesbaden geschrieben werden kann, kann auch symptomatisch für andere Organisationen gelten. Es ist erst einmal positiv zu sehen, dass die Presse überhaupt solche Informationen erhält und die Verantwortlichen dazu Stellung nehmen. Der Original-Artikel zeigt auch ein Foto einer vom Burn-Out überwältigten Mitarbeiterin. Denn das kann man zwischen den Zeilen nicht lesen oder erkennen, wie ein schlechtes Arbeitsklima inklusive Mobbing einzelne Mitarbeiter zermürbt und in die Verzweiflung treibt. Nur wer es persönlich oder an engen Freunden erlebt hat, weiß, dass dies ein Malstrom ist, der einen Menschen bis zur Selbstaufgabe hinunterziehen kann. Da ist es schon sehr ehrlich zu lesen, dass Amtsleiter lies Führungskräfte, nicht die Lösung sondern auch selbst das Problem sein können. Doch was kann man dagegen tun?
In aller erster Linie bei Übetragung von Führungspositionen nicht nur auf das Parteibuch (bei Kirchens Relgionszugehörigkeit) und die Fachkompetenz, sondern auch auf die Kompetenz in Sachen Mitarbeiterführung achten. Ich könnte mir auch ein Multiple-Choice-Abfrage vorstellen, die den Grad der Abweichung von der konstruktiven Führung hin zur Selbstüberschätzung und Selbstbeweihräucherung sichtbar macht.
Ist das Kind erst in den Brunnen gefallen, lies der falsche Mann, die falsche Frau in der Führungsposition , lähmt sein/ihr Verhalten die Energie einer ganzen Gruppe. Das berufliche Engagement wird auf ein Minimum heruntergefahren bzw. kommt ganz zum Erliegen (Krankmeldung). "Der Fisch stinkt vom Kopf" sagt ein altes Sprichwort. In seiner Umkehrung bedeutet es, die Vorgesetzten der Vorgesetzten sollten ein solches Verhalten nicht dulden oder gar noch decken wie es oft auch auf so intransparenten Gebieten wie in der Kirche geschieht.
Auch eine Selbstverpflichtung gegen Mobbing und Rassismus kann helfen, das Terrain abzustecken in dem sich alle zu bewegen haben. Damit kann man auch Amtsleitern und ihren Spiegelbildern in anderen Organisationen Grenzen aufzeigen. Grotesk wird jedenfalls die Situation, wenn Mitarbeiter versetzt werden sollen, weil der Amtsleiter zwar das Problem ist, aber er sich unfehlbar wähnt. Wie die Spatzen von den Dächern pfiffen, wurde der frühere Oberbürgermeister in Wiesbaden als solchen Gründen abgewählt. Daher geht es seiner damaligen Abteilung jetzt auch richtig gut, wie der Artikel dezent erwähnt.
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