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RE: Hallo noch eine Antwort

#16 von Tintoretta , 10.12.2016 16:46

Hallo Turmfalke, danke dass du dir so viele Gedanken über meine Situation gemacht hast.
Du hast mit fast allem recht, was du sagst. Sie haben nichts gegen mich in der Hand, die
Anschuldigungen sind fast alle "konstruiert". Darum können sie mir ach keine Abmahnung
schicken. Und ja, sie wollten mir Angst machen. Aufgrund meiner Situation in meinem
"alten Kindergarten" bin ich aber wahrscheinlich nicht in der Lage (obwohl ich aus Trotz gern
würde, wenn ich könnte), weil mich das so viel Kraft gekostet hat, und dieses Erlebnis
wirklich traumatisch für mich war, wieder an meine alte Arbeitsstelle zu gehen.
Vor allem kann ich überhaupt nicht kompensieren, daß dieses "Mobbing" bis in die
Leitungsebenen und selbst der Träger involviert ist. Wie gesagt, ich habe 32 Jahre eine
engagierte und gute Arbeit abgeliefert.
Dadurch das das Gesprächsprotokoll auch noch im ganzen Kirchenkreisamt die Runde
gemacht hat, ich es och nicht einmal unterschrieben habe, zeigt doch, das die sich
so sicher sind, dass ihnen rechtlich keiner kommen kann und sie immer so weiter
machen können. Wie ist das hier eigentlich mit Datenschutz und Rufschädigung?
Ich glaube selbst, dass ich da gar keine Chance mehr habe.
Das jemand von Eltern und Kollegen für mich aussagt, ist eher unwahrscheinlich.
Die haben ihre Kinder noch in der Einrichtung und wollen sich da raus halten. Die
Kolleginnen aus den anderen Gruppen stehen weiterhin mit mir in Kontakt und wissen, was
da gelaufen ist. Aber die können nichts machen, weil sie selbst Sanktionen be-
fürchten, so sieht das hierarchische Prinzip nämlich in Wirklichkeit aus. Nach außen
sind wir ein so tolles Team und wenn man genauer hinsieht, ist alles ganz anders.
Inzwischen habe ich die MAV über das Gespräch informiert. Die schrieben mir
gestern, ob ich Hilfe benötige. Aber die werden auch von der Kirche bezahlt und werden
sich nicht weit aus dem Fenster lehnen. Ich wüßte jetzt auch nicht, was die machen sollten.
Teilweise gehen die auch mit den Leiterinnen Kaffee trinken. Ehrlich gesagt, ist mein
Vertrauen zu Kirche auf dem Nullpunkt.
Mir bleibt wahrscheinlich wirklich nichts anderes übrig, als mir etwas anderes zu suchen
und mit einem bitteren Geschmack auf der Zunge, zu wissen, dass solche unchristlichen
Menschen immer so weiter machen.
Auf der Strecke bleiben die wirklich guten Erzieher, die Empathie, Sensibilität, Gerechtig-
keitsempfinden, soziale Kompetenzen und echtes (und nicht nur nach außen vorgeschobenes)
Sozialverhalten mitbringen, die, die auch mal hinterfragen und denen nicht ihre Profilierung
sondern die Kinder wichtig sind. Denn die kommen in einem solchen System nicht klar.
Allen ein schönes Wochenende

Tintoretta  
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RE: Hallo noch eine Antwort

#17 von Joringel , 11.12.2016 21:43

Lieber Turmfalke,
Danke dass Du Tintorettas Situation so präzise analysiert hast. Vielleicht könnte man etwas mit dem Hausarzt verabreden. Da Tintoretta sich jetzt schon im Klaren ist, dass sie Panikattacken bekommen würde, kann sie vielleicht 1 - 2 Tage dort sein und dann ein neues Attest bringen und so fort. Dann müssen Die kündigen. Und sie macht es Ihnen nicht so leicht und der Zusammenhang von Arbeitsplatz und Krankheit wird spätestens nach dem dritten Versuch greifbar.
Auch wenn es zu einer Gerichtsverhandlung käme, müßte das Gericht ja auch nachfragen, wie sich diese Geschichte entwickelt hat und kann von sich aus Zeugen befragen. Das Gericht merkt doch auch, wenn Zeugen unter Druck stehen - oder? Hat da Jemand Erfahrung?

Es grüßt Euch zum 3. Advent
Joringel


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RE: Hallo noch eine Antwort

#18 von Joringel , 12.12.2016 12:31

Hallo, Tintoretta,

ich möchte noch einmal auf den Punkt MAV zurück kommen. Auch wenn die MAV eine relativ schwache Position hat, sollte man sie nicht aus der Verantwortung entlassen. Am besten berät Dich da sicherlich ein engagierter Jurist. Aber vielleicht könnten sie, die MAV, als Vermittler für Dich tätig werden. Denn wenn Du nach all diesen Berufsjahren beim kirchlichen Arbeitgeber aussteigen würdest, sollten die Dir auch etwas anbieten, gerade weil Die nichts gegen Dich in der Hand haben. Also mit anderen Worten, wenn Du gehst eine Abfindung verlangen und eine Rehabilitation über den gleichen Verteiler über den das Gesprächsprotokoll lief. Vielleicht wird das ganze Theater ja auch nur gemacht, damit sie Jemanden einstellen können, der jünger ist als Du und der weniger kostet. In der Wirtschaft passieren solche Methoden nicht selten.

Hoffentlich geht es Dir bald wieder besser! Dass diese Handlungsweisen nicht an Dir liegen und nicht an Deinen Leistungen, darauf kannst Du nach so vielen Jahren ehrlicher Arbeit auch stolz sein.

Joringel


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RE: Hallo noch eine Antwort

#19 von turmfalke , 12.12.2016 15:12

Liebe Tintoretta! - und lieber Joringel!

Richtig: Die Leitung hat eben doch etwas juristisch Einklagbares unternommen. Sie haben dieses Protokoll geschrieben und im Amt verteilt. Vermutlich befindet es sich nun auch in deiner Personalakte. Hier haben sie sich angreifbar gemacht.

Wenn Du Dir sicher bist, dass die Anschuldigungen, die Dir da gemacht werden, haltlos sind, kannst Du dagegen vorgehen. Der erst Schritt wäre Akteneinsicht verlangen. Das ist Arbeitnehmerrecht. Der zweite Schritt wäre dann die Zurücknahme der Behauptungen verlangen, die Deinen Ruf schädigen, zumindest aber die Tilgung des Papiers aus Deiner Personalakte.

Das wird deinen Gegnern unangenehm sein. Sie werden also vermutlich versuchen, so geräuschlos wie möglich aus der Nummer herauszukommen. Dann kannst Du mit Ihnen außergerichtlich verhandeln und einen sauberen Ausstieg aus der Firma verlangen mit einem unbelasteten Arbeitszeugnis und der Zusicherung, dass Du dich woanders aktiv bewerben kannst. Sie müssten Dir dann zusichern, dass Du in dieser Zeit der Ungewissheit nicht mit einer Kündigung durch den Arbeitgeber rechnen musst. Dann macht Ihr einen sauberen Auflösungsvertrag und Du brauchst noch nicht einmal Kündigungfristen einzuhalten.

Und dazu - da hat Joringel Recht - brauchst Du die Mitarbeitervertretung, und natürlich eine gute Anwältin, die Erfahrung hat mit Arbeistrecht.

Ich wünsche Dir viel Mut dazu!

Turmfalke


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RE: Hallo noch eine Antwort

#20 von Tintoretta , 12.12.2016 19:00

Danke euch für die hilfreichen Antworten.
Die Mitarbeitervertretung hat mir Hilfe angeboten. Und somit kann ich da ja schonmal
mit denen in diese Richtung überlegen. Es wäre eine gute Lösung. Denn vor ein Gericht
möchte ich nicht unbedingt.
Lieben Gruß

Tintoretta  
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RE: Hallo noch eine Antwort

#21 von Joringel , 13.12.2016 09:34

In diesen Zusammenhängen gilt, Akteneinsicht mit einem Anwalt zusammen verlangen! Auch wenn Du nicht klagen willst, ein Anwalt macht immer mehr Eindruck als wenn so ein kleines, armes Würstchen kommt (nicht persönlich gemeint!!!), zweitens ist man in diesen Ämtern so geübt im Täuschen und Tricksen, ein Anwalt merkt das eher. Also - wie gesagt, in dieser Frage der Akteneinsicht würde ich mich nicht mal auf die MAV verlassen. Und dann noch eine Frage von mir an das Plenum: Müßte unsere Tintoretta nicht auch das Protokoll unterschrieben haben? Ist es so nicht wertlos?

Es grüßt Euch Joringel


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Lange weg

#22 von wilfried , 14.12.2016 03:37

Hallo Tintoretta,

ich habe Deine Vorstellung nur überflogen, quergelesen, denn mir wurde etwas anders dabei.
Die wichtigen Stellen habe ich aber, glaube ich, gründlich gelesen.

Du solltest, wenn Deine Kraft es hergibt, nach meiner Meinung nicht selber kündigen.
Zu weiteren Gesprächen ähnlicher Art solltest Du Dich einer Vertreterin oder eines Vertreters Deienr Mitarbeitervertretung bedienen, Dich zu begleiten.
Du mußt nicht zu solchen Gesprächen alleine gehen.

Wenn es dennoch zu solchen Gesprächen kommt, nimm die Dinge zur Kenntnis und äußere Dich ausdrücklich nicht dazu, verlange die Mitarbeitervertretung zu Deiner Unterstützung.

Du hast es richtig gemacht, das Protokoll nicht zu unterzeichnen und eine Gegendarstellung zu schreiben.

Nun kannst Du Deine Personalakte (alleine, besser aber mit einer Vertreterin/einem Vertreter Deienr Mitarbeitervertretung) einsehen und kontrollieren, ob das Protokoll darin enthalten ist.
In jedem Fall hätte man Dich von einer Ablage in die Personalakte informieren müssen.
Ich würde fast denken, das Protokoll ist da nicht drin.

Findest Du das Protokoll aber doch darin, versuche ein Foto davon zu machen oder lasse Dir eine Kopie anfertigen, beides wird man Dir eventuell verweigern, aber dann darfst Du eine Abschrift erstellen.
Weil Du ein Mitglied der MAV dabei hast, hast Du auch eine Zeugin/einen Zeugen für das unrechtliche Ablegen in Deiner Personalakte.

Dann, erst dann, lohnt es sich, zu überlegen, was Du zu tun gedenkst.


Zur Verteilung des Protokolls im Betrieb könntest Du mal protokollieren, wer es wann bekommen hat.

Ich hoffe, Du bist Mitglied in der Gewerkschaft oder hast wenigstens eine Rechtsschutzversicherung.

Aufgrund deines zerrütteten Nervenkostüms wirst Du Dich hoffentlich zum Arzt begeben und erst einmal eine Auszeit nehmen, um Abstand zu gewinnen.

Dein Leben ist nicht nur die Arbeit.
Du warst lange gut in Deinem Beruf, warum sollte das heute anders sein?

Bitte lege ein Mobbingbuch an, in dem Du mit Datum und Namen der Zeugen alle Vorfälle einschreibst, damit Du sie nicht immer wieder im Kopf mit Dir herumtragen mußt.

Das war jetzt viel.
Nimm Dir eine Auszeit, gewinne Abstand und mach was Schönes.

Ich wünsche Dir eine friedvolle Weihnachtszeit und ein besseres 2017.

Freundliche Grüße
Wilfried


 
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zuletzt bearbeitet 14.12.2016 | Top

RE: Lange weg

#23 von Tintoretta , 14.12.2016 10:27

Vielen Dank, Wilfried, für deine vielen Anregungen. So werde ich auch vorgehen. Die
MAV hat sich ja inzwischen eingeschaltet. Mal sehen, was das so bringt.
Auch dir wünsche ich eine schöne Adventszeit und friedliche und besinnliche Weihnachten.

Tintoretta  
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RE: Lange weg

#24 von Achim , 28.12.2016 08:37

Liebe Tintoretta,

mittlerweile habe auch ich mich durch Deine Leidensgeschichte durchgekämpft. Hier einige Gedanken: Natürlich ist es schwierig, den Mobbingvorwurf zu erheben, bzw. zu begründen. Allerdings kann hier sehr wohl das Mobbingtagebuch helfen, wenn es denn einigermaßen detailliert nach Ort, Zeit und den einzelnen Umständen die einzelnen Mobbinghandlungen dokumentiert (bspw. das Tribunal mit anschließender Verteilung des Protokolls, etc). Das Mobbingtagebuch soll ja gerade die typische Beweisnot des Gemobbten beseitigen, bzw. lindern. Es kommt m.E. weniger darauf an, ob Deine Kolleginnen alles bestätigen können/wollen. Gleichwohl bleibt ein "Mobbingprozess" ein schwieriges Unterfangen, denn vieles ist in der Rechtsprechung umstritten. Das Arbeitsrecht kennt offiziell noch nicht einmal den Begriff "Mobbing". Nur sehr selten gewinnen Mobbingopfer solche Prozesse, abgesehen davon, dass diese sehr aufwendig und belastend sind.

Den Königsweg sehe ich in Deiner Situation im Betrieblichen Eingliederungsmanagment, kurz BEM. Nicht zu verwechseln mit der sog. Wiedereingliederung (teilweises stundenweises Herantasten nach Krankheit an die volle Arbeitszeit) !!!

Einen ersten Überblick über BEM mag Dir der folgende Link geben:

https://de.wikipedia.org/wiki/Betrieblic...rungsmanagement

Auf Deinen Antrag oder den Deiner Anwältin (hoffentlich Fachanwältin für Arbeitsrecht, sonst vielleicht wechseln?) muß der Arbeitgeber das BEM durchführen! Sinn dieser Veranstaltung ist es, nach längerer Krankheit zu ergründen, ob und was der Arbeitgeber zur Wiedererlangung Deiner Arbeitskraft beitragen kann, ob möglicherweise Gründe der Arbeitsunfähigkeit auf betrieblichen Ursachen beruhen. Und dort wäre dann der Ort, über die Ursachen Deiner Arbeitsunfähigkeit (Mobbing) zu sprechen, wobei ich aus diplomatischen Gründen "Mobbing" nur sparsam, am Besten überhaupt nicht, zu verwenden empfehle. Statt dessen vielleicht: Ausgrenzung, Herabsetzung, Benachteiligung, fehlende Wertschätzung, etc.

Hilfreich könnte auch folgender Link sein:

http://lasi-info.com/uploads/media/lv34_02.pdf

Handlungsanleitung bei Mobbing (LASI, Länderausschuss)

Also so ganz wehrlos bist Du nicht.

Meine Empfehlung wäre also Durchführung des BEM, weil dort die Kausalität zwischen Arbeitsunfähigkeit und Mobbing aufgezeigt und bearbeitet werden kann. Dieses BEM ist allerdings nicht sehr bekannt. Hast Du die MAV auf Deiner Seite oder kannst Du versuchen, sie in´s Boot zu holen?

So, das sind erst einmal meine ersten Gedanken.

LG

Achim


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RE: Lange weg

#25 von Tintoretta , 02.01.2017 18:01

Hallo Achim, Danke für deine hilfreichen Zeilen.
Obwohl ich schon viellänger als 6 Wochen krank bin , wurde mir seitens des Arbeitgebers noch kein
BEM angeboten (obwohl er ja müßte). Die MAV ist eingeschaltet, was die machen, ist unklar. Ich
denke, die werden sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, werden ja auch von der Kirche be-
zahlt.
Ich melde mich wieder, wenn ich etwas neues weiß.
Die Anwältin für Arbeitsrecht sagt zum Thema Mobbing übrigens das gleiche wie du, fast aus-
sichtlos.
Ein gutes und friedliches neues Jahr für dich und alle anderen.

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RE: Hallo noch eine Antwort

#26 von Paddy , 05.01.2017 22:48

Liebe Tintoretta,

fühl dich (unbekannterweise) einfach nur ganz lieb gedrückt! Schön, dass du hierher gefunden hast und danke für dein Vertrauen!

LG
Paddy

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RE: Hallo noch eine Antwort

#27 von Tintoretta , 06.01.2017 19:40

Danke , das ist ganz lieb von dir. Ich hab mich darüber gefreut.
Sei ganz lieb gegrüßt, Paddy.

Tintoretta  
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RE: Hallo noch eine Antwort

#28 von Tintoretta , 26.01.2017 22:38

Hallo, brauche nochmal euren Rat. Vor ca. 7 Wochen hatte ich die MAV schriftlich über mein
Mitarbeitergespräch informiert. Ich bekam die Antwort, dass es für alles eine Lösung gäbe, vor
allem, weil ich schon so lange im Betrieb wäre und dass man zur Kindergartenleiterin einen
"guten Draht" hätte und man mit ihr reden würde. Seit dem habe ich nichts mehr gehört und
ich weiß nicht, wie ich das einschätzen soll. Vielleicht hat hier jemand Erfahrung, wie kirchl.
MAVs so reagieren, ob die sich verabschieden, wenn es ihnen zu ungemütlich wird. Schließlich
werden die ja auch von der Kirche bezahlt. Wenn ich mich nicht auf die verlassen kann, kann
ich z.B. bei Vertragsänderungen nur noch einen Anwalt einschalten.
Ich hätte zumindest erwartet, dass man mich zu einem Gespräch bittet, um meine Stellung-
nahme zu hören.
Die MAV der nächsten Stadt im Sprengel wollte meine Interessen nur vertreten, wenn ich
in die Kirchen Gewerkschaft eintrete. Ich fühle mich total hängengelassen und überlege aus
der Kirche auszutreten, was die logische Konsequenz von solchen Erfahrungen wäre.
So viele Menschen machen solch schlechte Erfahrungen mit dieser Institution, immer geht
es auf Kosten der Schwächeren, das macht Kirche doch total unglaubwürdig.

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RE: Hallo noch eine Antwort

#29 von Joringel , 27.01.2017 12:01

Hallo, Tintoretta,
ich antworte nur aus dem Bauch heraus. Juristisch kann und will ich nichts sagen. Also, wenn die MAV sich nicht von sich aus meldet, dann muss der Berg zum Propheten gehen. Einfach anrufen und sagen, ich möchte jetzt mal einen persönlichen Termin ausmachen und die Verärgerung hinunterschlucken. Die MAV's sind unterschiedlich engagiert, manche sind taffer als andere. Vielleicht hat die Leitung sie zurück gepfiffen, aber dann sollten sie etwas sagen. Aber ich würde mich schon nach einem guten Arbeitsrechtler/In umhören, damit Du auch jemand an der Hand hast, wenn die MAV ganz weg fällt. Jetzt würde ich nicht aus der Kirche austreten, das würde vermutlich Deine Rechte schmälern. Das kannst Du machen, wenn Du in Pension bist.

Es grüßt Dich
Joringel


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RE: Hallo noch eine Antwort

#30 von turmfalke , 27.01.2017 12:38

Liebe Tintoretta!

Nun hat Joringel schon geschrieben, was ich Dir genau so auch antworten wollte. Du solltest auf jeden Fall ein persönliches Gespräch mit der MAV führen, allein schon, um auszuloten, ob Du auf diese Leute zählen kannst oder nicht. Es gibt MAV-Leute, die auf Konfrontation zur Firma gehen und sich auch mal auf einen Kampf einlassen. Andere sind eher die Leute für den Schmuseweg. Sie meinen, wenn sie sich mit der Leitung gut stellen, dann können sie auf dem Wege der Vermittlung manches für die Mitarbeiter erreichen. Dabei hat ein Weg der sanften Verhandlungen schon Manchem aus einer schwierigen Lage heraus geholfen. Ob das bei eurer mächtigen Überregionalen zieht, mag man nach Deiner Schilderung allerdings bezweifeln.

Also, du brauchst eine Rechtsanwältin, die sich auskennt und die sicher auf Deiner Seite steht. Wie ist es mit einer Rechstschutzversicherung?

Und Du musst natürlich für dich selber klären, ob du nach soviel Jahren aus dem Laden "Kirchlicher Kindergarten" in eurer Region aussteigen willst, oder ob Du mit Macht versuchen willst zu bleiben. Da kommt es auf Deine Zähigkeit drauf an. Aber sicherlich nicht jetzt aus der Kirche austreten! Dann verlierst Du deine Anstellungsvoraussetzung bei Kirche und hast damit ganz schnell auch Deinen unkündbaren Arbeitsplatz verloren. Das wollen Die doch nur.

Schöne Grüße vom Turmfalken


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