RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#16 von Joringel , 11.06.2014 07:31

Liebe Sonne,

es ist für alle schade, dass die Leitung diese Zusammenhänge offensichtlich noch nicht erkannt hat.Das hierarchische Denken mit allen seinen Nachteilen scheint noch sehr stark zu sein. Wovor hat die Leitung Angst? Machtverlust? Dadurch werden Kräfte vergeudet, die das ganze Gefüge konstruktiv zusammenhalten und belebenund verbessern würden. In der Wirtschaft werden Verbesserungsvorschläge belohnt, bei Euch, so möchte man fast denke,n bestraft, indem der inhaltliche Beitrag nicht wahrgenommen oder abqualifiziert wird. Nun geht es in den Neinstedter Anstalten unmitelbar um Menschen. Und auch ich bewundere Euch, die Ihr den Menschen mit schweren Beeinträchtigungen so respektvoll gegenübertretet. Sicherlich ist diese Haltung in Neinstedt in Generationen gewachsen. Das ist ein sehr wertvolles Gut, wenn man so will, ein "Betriebkapital" das beeindruckt und sicher auch so manchen Spender oder Sponsor gewinnen kann. Eine "Scheinkultur", die sich nur nach Außen und auf Hochglanzpapier menschenfreundlich gibt, kann auf Dauer nicht überzeugen.
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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#17 von sonne , 11.06.2014 21:16

Lieber Joringel

Die Leitung hat sich vor kurzen geändert und ich habe die Hoffnung das sich etwas ändert!!! Wir werden es sehen.

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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#18 von Jaccuse ( gelöscht ) , 12.06.2014 14:35

Liebe Sonne, Publico, Theo und Robin,

ja, Sonne, du hast den richtigen Standpunkt. Wenn die Neinstedter Anstalten eine neue Leitung haben, muß man ihr auch einen Vertrauensvorschuß geben. Es ist nicht leicht, ein eingefahrenes System zu verändern. Es gibt ja auch positive Überraschungen. Dem soll man sich nicht verschließen.
In meiner Situation habe ich leider keine guten Erfahrungen gemacht. Ich fasse mal ganz kurz meine Beobachungen an mir und anderen zusammen:
1. Mobbing ist immer nur bei anderen. Nie da, wo Einzelne darunter massiv leiden.
2. Bitten des Opfers um Mediation werden meistens abgelehnt.
3. Wird trotzdem eine Mediation angeordnet, wird sie dazu benutzt, weiter gegen das Opfer vorzugehen. Absprachen werden unterlaufen.
4. Ist das Opfer erfoglreich vertrieben, muß ein Neues her.
4. Die Täter haben nie ein schlechtes Gewissen. So wie sie ihr Opfer ständig beobachten und immer wieder neue Vorwürfe nachfeuern, umso mehr werten sie sich selbst auf. Sie leben ihr Leben in einer gruseligen persönlichen "Balance" und stecken andere mit ihren fiesen Methoden an. Plötzlich leben ganze Gruppen das Mobbing-Prinzip. Sie wurden umgedreht!
Ich hoffe mit Dir auf eine Richtungsänderung durch die neue Leitung oder wenigstens auf Solidarität wie Robin schrieb.
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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#19 von azalee , 12.06.2014 17:29

Liebe Sonne, WAS soll sich denn konkret ändern mit der neuen Leitung?
Bedenke auch, Ihr arbeitet in einem SYSTEM und die Leitung funktioniert in einem SYSTEM. Ich möchte Euch / Dir nicht alle Hoffnung nehmen. Weiß aber aus eigener Erfahrung: die "neuen Besen" kehren anfangs manchmal richtig gut- aber da sind die eingefahrenen Wege, da sind die festgefügten Strukturen. ....


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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#20 von sonne , 12.06.2014 22:15

Liebe Mitleser
ihr habt alle irgendwo Recht, es kommt auch darauf an wie stark die Gemobbte Person in ihrem Wesen ist!!! Ich wurde auch schon gemobbt es wurde auch immerwieder versucht! aber ich habe dan immer gleich angemessen reagiert!!! Und es war auch immer sehr hart! Ich sage mir immer" sollen sie machen", so lange sie über mich reden bin ich interessant. Wenn sie es nicht mehr machen sollte ich mir ein Kopf machen. Ich arbeite so das ich mich rechtfertigen kann. Und ich sage immer was ich denke. Es sagte mal eine Kolegin zu mir das ich nicht von der Wand bis zur Tapette denken kann! Mein Antwort war" danke ich hab ja wenigstens noch den Kleister ,bei dir fehlt er kommplett!

ich hab im moment ruhe!!!

ABER es gibt schon harte Fälle von Mobbing !!!!!!!!!!

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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#21 von Berolina , 13.06.2014 19:05

Hallo Sonne,

bin ja hier neu bei Euch, glaube aber, dass Du was wirklich richtiges sagst, wenn Du schreibst:

"Ich wurde auch schon gemobbt es wurde auch immer wieder versucht! aber ich habe dan immer gleich angemessen reagiert!!! Und es war auch immer sehr hart! Ich sage mir immer" sollen sie machen", so lange sie über mich reden bin ich interessant. Wenn sie es nicht mehr machen ...."

Mein Vater sagte immer: " was stört es eine Eiche, wenn sich ein Schwein an ihr reibt..."

Sieht für mich so aus, dass Du mit gesundem Selbstbewußtsein ausgestattet bist. Das können andere Mobbingopfer allerdings nicht so robust wie Du wegstecken.

Deine

Berolina

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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#22 von WGM , 14.06.2014 12:39

Hallo Sonne,
Du bist also ein starkes Opfer. Bist die Antwort nicht schuldig geblieben.
Wie oft muß man sich über sich selber ärgern, daß man diese Schlagfertigkeit
nicht an den Tag legen konnte , überlegt im Nachgang, was man hätte sollen,
berät sich mit Freunden und Familie und erdenkt sich alle Varianten, mit denen
man der Sache hätte begegnen können. Wenn man dann eine Reaktionsweise
findet, mit der man hätte parieren können, kann das ein kleiner Trost sein und
nimmt sich vor: beim nächsten Mal. Nachdenken kann wirklich helfen, sich da zu verbessern.

Die Situation, die Du beschreibst, ist sicher nur ein Ausschnitt.
Du berichtest von einem Schlagabtausch mit Worten.
Den Ton hören wir nicht, können ihn uns aber vorstellen, wie auch Blicke,
Gesten.
Unethische Kommunikation und Du fährst die gleichen Geschütze auf.

Du erzählst es uns, weil es klappt. Die Angreifer scheinen sich daraufhin zurückzuhalten.
Kann man so machen, wenn man kann. Ist durchaus eine Methode, einen Versuch
wert oder mehrere. Wie in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.
Deine Wesensart kommt mit dieser Art des Mobbens zurecht, deine Wesensart kann mit gleicher Münze heimzahlen.
Du erlebst, daß du damit in die Schranken weisen konntest, das schafft ein gutes Gefühl.
Es ist aber auch die trügerische Sicherheit, daß das d i e Methode ist, mit der man
Mobbing niederschlägt.
Es kommt darauf an, wie stark man in seinem Wesen ist, sagst Du.
Das heißt, wärst du stark wie ich, hättest du mein Wesen, meine Schlagfertigkeit,
dann würdest du dich selber deiner Haut erwehren können und Mobbing beenden.

„Im Moment ist Ruhe“, sagst du. Das hast du klar deiner „frechen Schnauze „ zu verdanken
und der Tatsache, daß das die Gegner zum gewünschten Stillhalten ihrer Zungen bringt.
Das hätte aber nicht eintreten müssen. Du hattest Glück und ja auch nur bis jetzt.
Ob es beim nächsten Mal wieder so läuft , ist nicht gewiß.
Nur du wirst einschätzen können, ob das die Methode der Zukunft ist.
Es ist möglich, daß allein das genügt, um seine Widersacher in Schach zu halten.
Dann hast du sozusagen schwache Täter.

Kann aber auch sein, daß die Aufdrehen und Nachlegen.
Und so ist es oft und deshalb melde ich mich zu Wort, wenn du davon sprichst, daß
es darauf ankäme „wie stark die gemobbte Person in ihrem Wesen ist und meinst damit
diese Schlagfertigkeit mit dem beschriebenen Effekt.

Die Analyse vieler Mobbingverläufe ergibt für mich eine andere Erkenntnis:
es kommt darauf an“ wie stark die Mobber in ihrem Wesen sind“.
Wie stark deine sind, erlebst du ja gerade. Einszweimal Blaffen und sie schweigen.
Die meisten aber, haben das Ziel: vertreiben und zerstören und kennen keinen Halt.
Wenn die merken, da wehrt sich einer, ersinnt man andere, härtere, gemeinere, hinterhältigere,
zielsichere Methoden. Die werden ganz eifrig und rege und immer gewissen- und fühlloser.
Die beschäftigen sich ausschließlich damit: was noch, um das
Opfer zu erledigen? Und sie finden Mittel und Wege. Diese sind viel umfassender als
Wortwechsel,sie sind beherrscht vom Vernichtungswillen. Das verstehen sie als ihren Sieg.

Jeder ist kaputtbar, auch das stärkste Opfer, denn es kommt auf die Waffen an, die die Täter einsetzen ,
auf ihre Möglichkeiten und Ziele und auf die Gesamtkonstellation, in dem das Opfer steht.
Deine Täter haben nicht dieselben Ziele wie andere. Da ist ein Unterschied.
Sie haben Dich noch nicht an Deine Grenzen gebracht. Das können Mobber aber. Und Du hast Grenzen.

Ob ein Mensch ein starkes oder ein schwaches Wesen hat, ist zweitrangig, Mobbing ist von all unseren Grundordnungen her nicht gedeckt.
Viele Zuständige bekämpfen es nur nicht, sondern benutzen es oftmals selber als Waffe.
Und oft genug reichen Beleidigungen,um zu zersetzen.
Weil das so ist, stehen schon allein Beleidigungen bei uns unter Strafe.
Der Gesetzgeber will keine Gesellschaft, wo das den Alltag, die Kommunikation bestimmen soll.
Es vergiftet die Athmospäre, die Beziehungen und macht die Seelen von Menschen krank.

WGM

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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#23 von sonne , 14.06.2014 12:44

Liebe Berolina

Das sieht nur so aus das ich sehr Selbstbewusst bin !!! Ich musste schon fast mein ganzes Leben Kämpfe und Kämpfe immer noch. Ich wünsche mir das in meinen Leben mal was glatt läuft ! Mit der Zeit baut man ein Schutzkäfig um sich auf!!! Muss auch sagen durch den Kampf habe ich auch sehr viel gelernt ,hab bis jetzt auch den Kampf immer gewonnen! Diesen Spruch mit der Eiche hab ich auch vor kurzen von einem tollen Menschen zuhören bekommen! Ich versuche auch eine Eiche zu sein ,aber leider steht sie nicht immer fest sondern fängt an zu wackeln.

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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#24 von sonne , 14.06.2014 13:22

Lieber WGM

Es gibt sehr viele unterschiedliche Mobbingformen,ich hab nur geschrieben wie es bei mir versucht wurde. Ich habe auch schon härtere Sachen in richtung Mobbing erleben müssen! Und gerade Leute die sich in ihrer Arbeit aufopfern werden Mobbingopfer!!! Und jedes Mobbingopfer versucht sich irgendwie zu Schützen, egal auf welcher Art und Weise.Auch ich habe unterschiedliche Richtungen versucht und ich kann dir sagen es gibt kein Patentrezept!!!! Das einzige was hilft sind Freunde die zuhören und versuchen zu helfen!!!! Mobbingopfer die das nicht haben gehen gnadenlos unter

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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#25 von WGM , 14.06.2014 13:48

Hallo Sonne,
unsere Beiträge haben sich gekreuzt.
Wir gehen konform, wenn wir sagen, daß man Mobbing nicht alleine standhalten kann und es auch nicht sollte.
Mir geht es darum: in der ganzen Antimobbingarbeit haben wir alle noch nicht genug verstanden wie die Zusammenarbeit
funktioniren muß, um es wirkungsvoll zu bekämpfen.
Und wieder Leymann: "Will man Mobbing wirkungsvoll bekämpfen muß man Mannschaften bilden."
Meine weitere eigene Erkenntnis daraus ist: wenn diese Mannschaftsmitglieder begreifen, wie eine ebenbürtige Gemeinschaftsarbeit
aussehen sollte, dann haben wir größere Chancen. Und noch weiter: man muß über sich hinauswachsen, weil die Übeltäter
auch über Grenzen gehen, weil es die Normalität übersteigt, was sie tun.
Das Bild von der Eiche mit der sich schubbernden Sau trifft nicht die Situation von Mobbing. Das ist eine Bagatellisierung.
Man versucht , Gewalt klein und sich stark zu reden. Fortgesetztes Mobbing greift an und zerstört Kräfte.
Darüber sollten wir nicht mehr zu debattieren. Wie auch nicht über die vermeintlich fehlende Stärke in der Psyche von Betroffenen.
Wenn Dir Freunde helfen,offenbar durch Gespräche und Zuspruch , dann ist damit das Mobbing noch nicht bekämpft,
es ist für dich nur aushaltbarer, wie Du erkennen läßt.
Hast du denn darüberhinaus intern irgendwelche Unterstützung? Oder fachlich von außen, die auf den Arbeitgeber einwirken können
oder anderweitigen Schutz für Dich bedeuten?
WGM

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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#26 von turmfalke , 15.06.2014 15:35

Liebe WGM, Sonne, Berolina, Jacusse und alle die anderen in diesem thread!

Die ernsthafte Diskussion gefällt mir: Betroffene tauschen sich aus über Ihre Erfahrungen, machen sich gegenseitig Mut und beschreiben auch deutlich die Härte unseres gemeinsamen Problems. Das finde ich hilfreich.

Das Bild mit der Sau, die sich an der Eiche schubbert, finde ich gut und daneben zugleich.

Als ich ein Kind war, wurde ich von den stärkeren Nachbarjungs geärgert. Da sagte mir ein älterer Freund: "Ärgere dich nicht darüber! Das ist es ja, was sie erreichen wollen. Sie ärgern dich, damit du dich ärgerst. Wenn Du dich aber nicht ärgerst, dann erreichen sie ihr Ziel nicht und bist für sie bald nicht mehr interessant!"

Dieser "Trick" hat mir manchmal geholfen, manchmal aber auch nicht.

Mobbing ist härter! Es geht um Machtkämpfe. Wer mobbt, will in seinem Bereich dominieren. Da kann er nicht zulassen, dass ein Anderer in der Nähe ebenfalls eine starke Position vertritt. Das wird zunächst ausgetestet. Und wenn der Angemobbte sich dann wehrt und sich nicht demütigen lässt, dann ist er fällig. Der Machtmensch hat sein Opfer gefunden und zieht dann die Gewaltspirale fester an. Das ist wie eine Sucht. Der Mobbingtäter kann davon nicht lassen, bis er sein Ziel erreicht, oder bis er selber besiegt ist.

Wie es am Ende ausgeht, ist dann oft eine Frage der Kräfteverhältnisse. Da finde ich den Rat, Manschaften zu bilden gut. Wer merkt, dass jemand in seinem Nahbereich gemobbt wird, sollte sich dem Mobbingopfer an die Seite stellen. Am Besten, wenn sich Mehrere gemeinsam solidarisieren. Dann ändern sich die Kräfteverhältnisse.

Aber manchmal geht es nicht nur darum, dass jemand seine Machposition behaupten will. Sondern es geht um ganz handfeste Interessen und sehr konkrete Ziele. Und Mobbing wird kaltblütig eingesetzt, um diese Interessen durchzusetzen. Das sind die schlimmsten Fälle. Es gibt leider nicht immer ein leicht einzusetzendes Mittel dagegen.

Viele Grüße!

Turmfalke


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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#27 von Theo , 17.06.2014 10:16

Liebe Leser,


es gibt etwas Neues aus den Neinstedter Anstalten zu berichten, das die meisten von uns noch nicht wissen. Zum Pfingstfest kam ein Spendenaufruf Pfingsten 2014 heraus. Er richtet sich an die Zielgruppe älterer Menschen und beginnt mit dem Satz: “Wir alle werden älter. Wenn man morgens aufwacht, zwickt es hier und dort…“

Dann wird erklärt, wofür Spenden erbeten werden; nämlich für den Ausbau der Arbeit mit den jüngsten Bewohnern. Aufgezählt werden die KITA Spielstunde, die Johannesschule mit integrativem Hort und das „Bunte Haus“. Der Empfänger des Spendenaufrufes erfährt unter dem Stichwort Personalien:

„Im Rahmen der Umstrukturierung unserer Einrichtung entstand die neue Stabstelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Fundraising*“. Gleich drei Mitarbeiter arbeiten hier, die auch mit Namen, Bild und Funktion vorgestellt werden. Die Funktionen sind diese - Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising und Ansprechpartner für Spenden. Das zeigt, welchen Stellenwert dieser Aufgabe im Vorstand beigemessen wird. Diese Umstrukturierung ist bitter für den vorherigen Stelleninhaber, Fundraising lässt sich problemlos in Kursen als Zusatzqualifikation erlernen.

Auch der Vorstand hat den Spendenaufruf unterzeichnet:

Dietrich Bredthauser als Vorsitzender des Vorstands,
Diakon Hans Jaekel als pädagogisch-diakonischer Vorstand und
Stephan Zwick als Kaufmännischer Vorstand.

Wer es genauer wissen möchte, sollte sich einen Spendenaufruf geben lassen.

*Fundraising ist die systematische Analyse, Planung und Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten einer steuerbegünstigten Organisation, welche darauf abzielen, alle benötigten Ressourcen ( Geld-, Sach- und Dienstleitungen) durch eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Ressourcenbereitsteller (Privatpersonen, Unternehmer, Stiftungen, öffentliche Institutionen) zu möglichst geringen Kosten zu beschaffen.
Quelle: Gablers Wirtschaftslexikon

Euer Theo

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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#28 von Joringel , 21.06.2014 21:36

Hallo Theo,

ich verstehe es einfach nicht - warum sind denn die Spendenaufrufe so geheim? Die Mitarbeiter der betreffenden Einrichtungen könnten doch zusätzlich als Multiplikatoren wirken und die Spendenbitte mit eigenen Aktivitäten unterstützen? Ich jedenfalls finde es sehr gut, wenn die entsprechenden Einrichtungen auf den neuesten Stand gebracht werden. Gerade in letzter Zeit hat sich auf diesem Gebiet doch sehr viel getan, und ich finde es äußerst positiv, wenn die Neinstedter Anstalten Dank ihrer Ausstattung und mit den Fähigkeiten ihrer engagierten Mitarbeiter den Menschen mit Handicaps soviel Entwicklungsmöglichkeiten wie nur möglich anbieten können.
Joringel


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RE: Mobbingabwehr Evangelische Stiftung Neinstedt

#29 von Jaccuse ( gelöscht ) , 27.06.2014 10:49

Hallo, Theo, zum Thema Osterberg in den Neinstedter Anstalten hast du dich nicht mehr geäußert, habe jetzt selbst herausgefunden, dass es wohl ein Gebiet ist, auf dem Häuser für schwerstbehinderte Menschen stehen. Im Internet sieht es sehr modern und ansprechend aus. Sicher ist es eine der anspruchsvollsten Aufgaben in der Pflege überhaupt, den betroffenen Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen. Hoffe, dass Du nicht recht hast mit Deiner Anspielung. Denn oft trifft das Mobbing gerade diejenigen Menschen, die sich in andere einfühlen können und mit viel Engagment versuchen, Schwergeprüften das Leben leichter zu machen. Wie das Metall den Blitz ziehen sie gerade diejenigen Menschen an, die ohne Skrupel gern andere fertig machen und vor Lügen und falschen Anschuldigungen nicht zurückschrecken. Sie üben ihre Attacken hoch zu Ross mit verschlossenem Visier aus, während ihre Opfer wehrlos sind. Ich kann ein Lied davon singen....
Jaccuse

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Wie eine Dienstvereinbarung aussehen kann

#30 von Joringel , 03.07.2014 12:24

http://www.bgw-praevention.de/mobbing/Dienstvereinbarung.pdf

Liebe Freunde, mit obigen Link öffnet Ihr die Dienstvereinbarung von Bethel. Ich finde, sie schafft schon viel Klarheit, was Mobbing ist. Was mir nicht klar ist - letztendlich wendet man sich an Vorgesetzte. Was aber tun, wenn es sich um Bossing handelt, das permanente Treten von oben nach unten? Soziologisch betrachtet handelt es sich bei Institutionen wie Neinstedt und Bethel um Organisationen. Solche Organisationen tragen immer die Tendenz in sich, sich hermetisch abzuschließen. Wenn also in schweren Mobbing-Fällen, die viele Jahre intern nicht auf faire Weise gelöst werden konnten, niemand von Außen hinzugezogen wird, dann bleibt das Opfer im Spinnennetz hängen, weil die Verantwortlichen ja eben nicht zu ihrer Verantwortung stehen und Mobbinghandlungen negieren. Immer wieder hört man, dass die MAV, wenn sie sich für Betroffene einsetzt, gegen Mauern rennt. Ihre Position ist zu schwach, um wirklich helfen zu können. Falls Ihr in der Dienstvereinbarung einen Hebel findet, den man bei Bossing einsetzen kann, laßt es mich schnellstens wissen!
Joringel


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