Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#1 von Vater Martin ( gelöscht ) , 12.04.2020 20:42

Am vergangenen Freitag wurde Schwester E. gegen 12.10 Uhr von einer Pflegeschülerin, welche im Haus hospitierte gefragt ob sie sich zu Bett legen möchte. Sie verneinte dies. Daraufhin bat diese mich sie dabei zu unterstützen. Dezidiert bestand Schwester E. darauf jetzt noch nicht zu Bett gebracht zu werden, um noch etwas aus dem Fenster vom Rollstuhl aus zu schauen. Das galt es für mich auf jeden Fall zu respektieren. Ich sagte der schon etwas älteren Pflegeschülerin sie müsse dies mit der Wohnbereichsleitung klären. Kurze Zeit später kam wieder ein Anruf und die Praktikantin bat mich ihr beim Umsetzen zu helfen. Als ich das Zimmer betrat war ich schockiert. Schwester E. hatte ein Nachthemd um 12.15 Uhr an und wurde nach nicht einmal zwei Stunden im Rollstuhl für die Nacht bettfertig, gegen ihren Willen gemacht. Schwester E. ist körperlich eingeschränkt, aber noch ganz klar bei Verstand. Hier wird einfach einem älteren Menschen der Willen gebrochen. Die WBL, welche dies durchgesetzt hat, ist mit der PDL, einer Pfarrersfrau befreundet. Nach 13.O0 Uhr waren drei Vollzeitkräfte (ohne Spätschicht) bis 15.00 Uhr anwesend, welche in dieser Zeit praktisch ohne Arbeit waren. Das ist einfach menschenverachtend! 🙁 Übermässige Überwachung und Einschüchterung der Mitarbeiter sind in diesem Haus standart.

Vater Martin

RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#2 von Achim , 13.04.2020 11:35

Lieber Martin,

erst einmal möchte ich Dich hier bei uns herzlich willkommen heißen und danke für Deinen nüchternen aber bestürzenden Bericht.

Schwester E. hat wohl keine Verwandten oder Freunde, die sich für sie einsetzen könnten, um diese Zustände abzustellen, ggfs. bei der WBL und/oder PdL Beschwerde einlegen? Oder wer könnte sich für sie verwenden?

Dass Du selbst nicht aus der Deckung kommen magst, erscheint mir angesichts der geschilderten Gesamtsituation (Überwachung und Einschüchterung) nur allzu verständlich. Wäre das nicht ein Fall für die Mitarbeitervertretung (MAV)?

LG

Achim


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RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#3 von Vater Martin ( gelöscht ) , 13.04.2020 12:06

Lieber Achim,

diese wurde in der Vergangenheit leider nie berücksichtigt. Ich wurde selbst massiv gemobbt. Nach Einschalten der "Mobbingbeauftragten" bin ich "Persona non grata", zudem wird jedes Wort welches ich sage aufgewogen bzw. anders wieder gegeben. Aber ich versuche an einer friedlichen Lösung.

Gesegneten Ostermontag!


Vater Martin
zuletzt bearbeitet 13.04.2020 17:04 | Top

RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#4 von turmfalke , 13.04.2020 17:03

Lieber Vater Martin!

Herzlich willkommen im Forum! Wir verwenden hier gerne die Forumsnamen, über die wir angemeldet sind, und vermeiden den "Klarnamen", damit wir nicht erkannt werden.

Das könnte wichtig sein, gerade wenn man, die eigene Situation so detailreich darstellt wie du. Wir müssen immer damit rechnen, dass der Gegener einen Hinweis bekommt und dann mitliest. Das ist ja zum Teil sogar die Absicht. Vielleicht wird auch ein Mobbing-Täter dadurch nachdenklich, dass er die Wirkung seines bösen Tuns gespiegelt bekommt.

Ich selber bin Pastor und mit einem Stellenanteil Seelsorger in fünf privaten Seniorenheimen.

Was du beschreibst, ist natürlich in keiner Weise akzeptabel. Die "Schwester E" hat natürlich ein Recht darauf, im Rahmen der Möglichkeiten selber zu bestimmen, wann sie ins Bett gehen möchte und wann nicht. Sie hat auch einen Anspruch darauf, mit Respekt und Freundlichkeit angesprochen zu werden.

Was bedeutet denn ihr Titel" Schwester"? War sie in Ihrem Arbeitsleben selber eine Krankenschwester oder Altenpflegerin? Oder ist sie sogar eine Diakonisse? Dann wäre ihr erst Recht mit großer Wertschätzung zu begegnen.

Was du beschreibst - auch in deinem andern Beitrag - passt leider in das Gesamtbild, das wir "Pflegenotstand" nennen. Aber gerade deswegen dürfen sich Heimleitungen, Pflegedienstleitungen und Kolleginnen so etwas nicht leisten. Sorgt man sich denn nicht um den guten Ruf der Einrichtung? Es liegt doch auf der Hand, dass nur in einem guten Arbeitsklima gute Pflege geleistet werden kann.

In den Heimen, in denen ich arbeite, spielt das sehr wohl eine Rolle.

Dabei bin ich soetwas wie ein inoffizieller Mitarbeiter, den das Haus nicht bezahlen muss, und zugleich ein externer Beobachter. Die Leitungen wissen, dass mir grobe Fehler in der Pflege oder Störungen im Betriebsklima auffallen würden, und dass ich dann das Gespräch darüber suchen würde.

Was man leider nicht so leicht verändern kann, ist die Abhängigkeit vom Geld. Der Umstand, dass die Betreiber von Pflegeeinrichtungen ihre Häuser führen mit dem Ziel, dabei Gewinne zu erwirtschaften, ist ein Umstand, der nicht mehr in unsere Zeit passt.

Ebenso ist es aber auch nicht so leicht zu verändern, dass in der Pflege massiv Menschen fehlen, die dazu gut ausgebildet sind und hintreichend motiviert sind.

Du bist also wertvoll !!!

Wenn du den Eindruck hast, dass du dort, wo du zur Zeit arbeitest, nicht mehr am richtigen Platz bist, dann kannst du leicht an anderer Stelle einen anderen Arbeitgeber finden. Überall werden gute und motivierte Altenpfleger dringend gesucht. Das stärkt deine Verhandlungsposition, auch wenn du dich entscheiden solltest, nicht zu wechseln sondern lieber weiter für eine Verbesserung der Zustände vor Ort zu arbeiten.

Manches kann man aber auch schon bewirken, wenn man selber versucht, den Bewohnerinnen und Bewohnern besonders zugewandt zu begegnen.

Eine andere, ganz große Frage ist, wie sich die Landschaft in der Pflege durch die aktuelle Krise rund um das Corona-Virus verändern wird.

In den Pflegeeinrichtungen ist gerade jetzt eine besonders große Sorgfalt notwendig.

Herzlichen Dank dafür, dass du da dabei bist!

Turmfalke


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RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#5 von Joringel , 14.04.2020 10:08

Beim Lesen der Berichte und Antworten, insbesondere von Turmfalke, vielleicht gibt es hier auch einen Pastor oder eine Pastorin, die als Außenstehende eingreifen könnten?

Joringel


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RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#6 von Vater Martin ( gelöscht ) , 15.04.2020 10:16

Lieber Turmfalke,

danke für die Begrüssung.

Schwester E. ist Diakonisse und war Krankenschwester.

Danke für die Hinweise!

Pflegenotstand gibt es in unserer Einrichtung keinen, aber ein durch Einschüchterung und Kontrolle geprägtes Betriebsklima. Der christliche Glaube wird überwiegend nicht gelebt und scheint zunehmend in äußeren Ritualen zu erstarren.

Es gibt in jedem Pflegebetrieb die "Minute" Zeit für eine wertschätzende Geste.

Möglicherweise werde ich dieses Jahr eine neue Stelle außerhalb der Vollpflege bekommen, regionaler Wechsel ist bereits anvisiert. Es könnte aber auch der Vertrag auslaufen, eine berufliche Teilhabeleistung erfolgen, bzw. eine Frühberentung eintreten. Damit wäre mein Gewissensproblem auch gelöst. Aktuell gibt es noch wirtschaftliche Zwänge.

Viel Kraft und Weisheit für den Dienst mit 1. Petrus 4, 11

Vater Martin

RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#7 von turmfalke , 15.04.2020 10:53

Lieber Vater Martin!

Leider ist nicht immer drin, was drauf steht. So ist es wohl auch an manchen Stellen bei der kirchlichen Diakonie. In den Tiefen des Forums findest du dazu z.B. ausführliche Berichte zur Pflegeinrichtung in Neinstedt.

Gut, dass du über einen Wechsel nachdenkst. Aber du solltest dich nicht so früh auf eine Frühberentung einlassen. Du brauchst deinen vollen Rentenanspruch!

Bist du eigentlich schon so lange bei der Firma, dass du unkündbar bist?

Woran liegt es? Hast du körperlich nicht mehr die Kraft, so schwer zu heben, wie es in der Pflege nötig wäre? Achim als erfahrener Rechtsanwalt im Arbeitsrecht schrieb Dir: Du hast einen Anspruch darauf "leidensgerecht" eingesetzt zu werden. Ich denke er meint: Sie müssen Dir eine Aufgabe geben, die du körperlich noch bewältigen kannst.

Vielleicht kannst du dich umschulen lassen, um als Seelsorger oder Betreuungskraft weiterzuarbeiten. Dazu hat dein kirchlicher Arbeitgeber sicherlich die Möglichkeit.

Oder du lässt dir die Umschulung vom Arbeitsamt bezahlen. Dann bewirbst du dich weg auf eine Stelle, wo du wirklich gebraucht wirst und wo du für deine Erfahrung in der Pflege die Wertschätzung bekommst, die Dir zusteht.

Viele Grüße!

Turmfalke

Übrigens: Joringel ist ein langjähriges erfahrenes Mitglied bei D.A.V.I.D.


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zuletzt bearbeitet 15.04.2020 | Top

RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#8 von Vater Martin ( gelöscht ) , 15.04.2020 11:50

Hallo Joringel,

zuerst viele Grüße an die Gebrüder Grimm. Märchen und Fabeln sind für mich auch heute noch wertvolles Kulturgut.

Nun, Pfarrerinnen und Pfarrer gibt es genug bei uns. Die beiden Leitungen haben selbst solche als Ehegatten. Das macht es schwierig.

Bei Pastor denke ich zunächst nicht an das Amt, vielmehr an die Hirtenfunktion. Und manche weiden sich bekanntermaßen selbst, bzw. versuchen ein Unrechtsystem zu decken. Letzlich geht es um den Schutz von materiellen Ressourcen. Als Kranker mit potentiellen Ausfällen wirst du zum Feind (außer Du gehörst zum inneren Zirkel). Weil das nötige Gottvertrauen fehlt, führt dies zwangsläufig auch zum Verlust der Werke > s. Gal. 5,22

Beste Grüße

Vater Martin

Vater Martin

RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#9 von Vater Martin ( gelöscht ) , 15.04.2020 12:01

Lieber Turmfalke,

der leidensgerechte Arbeitsplatz wurde vergangenen Herbst nach Erschwernissen eingefordert. Die Folge davon war die nächste Eskalationsstufe: Diffamierung, Diskrimminierung und Isolierung! Ausführlicher berichte ich davon im Teil 2.

Beste Grüße

Vater Martin

Vater Martin

RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#10 von Vater Martin ( gelöscht ) , 16.04.2020 08:11

Lieber Turmfalke!

Meine Motivation ist es, für Menschen da zu sein.

Leider ist das bei uns nicht so leicht. Was mir leider gestern im Spätdienst wiederfahren ist, berichte ich an anderer Stelle.

Schwester E. lag bereits gegen 16.00 Uhr im Bett auf dem Schieber, als sie die Klingel betätigte. Sie konnte nicht richtig abführen und wünschte auf einen Toilettenstuhl umgesetzt zu werden. Allein konnte ich sie nicht umsetzen, die Kollegin welche zu Hilfe kam sagte, sie sei zu schwer und kann nicht auf den TS gesetzt werden.

Bereits am Dienstag bat mich Schwester S., eine andere Diakonisse (frühere Oberin) - welche 70 Jahre in der Dienstgemeinschaft ist - sie auf die Toilette mit dem Stehlifter zu setzen. Dies tat ich gegen ca. 10.30 Uhr. Als sie ca. eine Stunde später nochmals klingelte schauten die Kolleginnen A. und B., im Gang stehend noch vor mir aufs Telefon. Als ich mich dann auf den Weg machen wollte wurde mir gesagt Schwester S. darf erst nach dem Mittagessen auf die Toilette. Ich sagte dann, wie mir eine der Kolleginnen gesagt hatte, das sie doch vorhin schon auf der Toilette gewesen sei. Sie müsste nochmals sagte Schwester S., so setzte ich sie nochmals auf die Toilette, .... und es war dringend erforderlich gewesen > s. a. Inkontinenzprophylaxe.

Gestern im Spätdienst kam mir gegen 16.30 Uhr ganz aufgeregt Frau R. Im Rollstuhl entgegen, sie müsse auf die Toilette. So versorgte ich sie, auch hier hat es sich als dringend nötig erwiesen. Die Kolleginnen sahen das aber nicht gern. Eine Betreungskraft hat mich daraufhin angesprochen.

Nun, ich bin noch nicht lange auf diesem Wohnbereich. Im Zuge einer Wiedereingliederung wurde ich auf diesen umgesetzt, "zu meinem Besten", meinte die PDL damals. Im damaligen Wohnbereich waren zeitnahe und bedarfsmässige Toilettengänge gewünscht.


Vater Martin
zuletzt bearbeitet 25.04.2020 10:15 | Top

RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#11 von turmfalke , 16.04.2020 11:09

Lieber Vater Martin!

Traurig! Noch dazu in einer Einrichtung, die offensichtlich in früheren Zeiten von Diakonissen geprägt gewesen war.

Du erinnerst an Galater 5,22. Ich darf den Bibelvers mal zitieren, weil nicht alle Leser des Forums mehr so bibelfest sind:

"Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.

Das ist der Massstab und nicht das Verhalten der Kolleginnen, wie du es beschreibst.

Ich denke schon, dass wir hier von einer Art "Pflegenotstand" sprechen können. Man muss das Wort nur etwas weiter fassen: Pflege ist nicht mehr in erster Linie ein selbstloser Dienst, sondern sie wird von manchen Leuten als Business betrieben. Dementsprechend werden die beruflich Mitarbeitenden darauf getrimmt, vorallem bei der Versorgung mit den Grundbedürfnissen zu funktionieren. Dabei kann die Herzlichkeit leicht auf der Strecke bleiben. Das macht dann dem Betreiber nicht so viel aus, - Hauptsache es bleibt alles ruhig und die Kasse stimmt.

Du siehst aber die Not und willst mehr und tust ein bisschen mehr, als dem inoffiziellen, versteckten "zweiten Leitbild" entspricht! Das ist gut! Aber die Folge kann dann sehr leicht sein, dass die Kolleginnen sich deinem Arbeitsstil verweigern, nicht mitmachen und dich mobben. Sie wollen vermutlich den anderen Anspruch, der dir auf dem Herzen liegt, von sich selber fern halten.

Was ist das denn: "Die Schwester X darf erst nach dem Mittagessen auf die Toilette" ! ? So etwas geht gar nicht in einer Pflegeeinrichtung in Deutschland, erst recht nicht im Diakonissenmutterhaus einer Diakonisse gegenüber, die ihr Leben lang gedient und geholfen hat.

Was soll ich Dir raten? Ich weiß es nicht. Ich bin "ratlos".

Dort, wo ich als Pastor und Altenheimseelsorger arbeite, wüsste ich allerdings gleich vier Heime, in denen eine andere Athmosphäre vorhanden ist. Und das sind keine kirchlichen Einrichtungen.

Viele Grüße!

Turmfalke


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zuletzt bearbeitet 25.04.2020 | Top

RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#12 von Vater Martin ( gelöscht ) , 20.04.2020 08:21

Lieber Turmfalke,

hab ganz lieben Dank für Dein Feedback.

Nun fehlen mir fast die Worte! 🙁

Ich habe mir den Bericht zu Neinstedt, und sehr ausführlich die Geschichte zu Bad Fallingbostel durchgelesen. Und so etwas passiert ausgerechnet in unmittelbarer Nähe zur Geschäftsstelle des Gemeindehilfsbundes und des GRZ Krelingen.

Schade, für die liebe Schwester und engagierte Pflegekraft in Neinstedt und für Pfarrer Schwarz und seine Töchter. Natürlich auch für die Gemeinde, welche ihres Pfarrers beraubt wurde.

Manchmal scheint Schillers Zitat aus Wallenstein:

"Das eben ist der Fluch der bösen Tat, daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären",

absolute Lebenswirklichkeit für manche (Macht-)Menschen zu sein.

Dem setze ich aber eines von Dietrich Bonhoefer entgegen:

https://bikerpfarrer.wordpress.com/2012/...ich-bonhoeffer/

Trotz außergewöhnlicher Notlage waren beide oben Erwähnten zum Segen für ihr Umfeld.

Anderseits, kann Gott die bösesten Absichten von Menschen und ihre Herzen zum Guten wenden.

Bei Gott ist nichts unmöglich, darauf darf auch ich vertrauen!

Liebe Grüße

Vater Martin

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RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#13 von turmfalke , 20.04.2020 10:34

Lieber Vater Martin!

Danke für das Bonhoeffer-Zitat. Ich habe es mir abgespeichert.

Es muss aber Fatum heißen und nicht Faktum. Also Bonhoeffer will sagen: Unser Gott ist nicht eine unpersönliche Schicksalsmacht. Sondern er hört unsere Gebete und achtet persönlich auf das, was wir tun. So kann er auch in unserem Leben Böses in Gutes verwandeln.

Oder wie Paulus sagt: "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem" Römer 12, 21

Ja, ich weiß! Das ist komplizierte Theologensprache!

Schöne Grüße!

Turmfalke


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RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#14 von Vater Martin ( gelöscht ) , 20.04.2020 12:29

Lieber Turmfalke,

da habe ich beim Lesen und Verlinken gar nicht darauf geachtet. Ich weiß eigentlich schon, dass da Fatum stehen müsste, sonst ergäbe es nicht den eigentlichen Sinn; sehr aufmerksam von Dir 👍.

Trotzdem vielen Dank!

Liebe Grüße

Vater Martin

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RE: Treten der Menschenwürde einer gedienten Diakonisse

#15 von Vater Martin ( gelöscht ) , 27.04.2020 12:49

Lieber Joringel!

Du hast geschrieben:

"vielleicht gibt es hier auch einen Pastor oder eine Pastorin, die als Außenstehende eingreifen könnten?"

Ich habe mich aufgrund der aktuellen Entwicklungen überwunden und hatte ende letzter Woche mit einem Pfarrer außerhalb unserer Einrichtung ein zweistündiges Gespräch.

Außerdem habe ich unserem Anstaltsleiter einen persönlichen Brief geschrieben.

Danke für Deinen Impuls!

Viele Grüße

Vater Martin

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Die Pfarrerin, die mich unterstützen wollte
Mobbing in der Diakonie

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