Gedicht eines jungen Menschen, der geflüchtet und schwerst behindert ist

#1 von Joringel , 29.10.2018 14:55

Schwere Last

Am Anfang war es schwer,
sich geschämt hat man schon sehr
Fremd und allein fühlt man sich
Dieses Schwierige ertrüge ich nicht

Vokabeln und Grammatik mussten wir lernen
Langsam konnten wir mit den anderen reden
Man strengte sich an sein Bestes zu geben
Ablenkung und Niederschlag wollten wir erleben

Um Kontakte zu verknüpfen brauchten wir Geduld und Zeit
Dafür setzen wir uns Ziele und der Weg ist nicht so weit
Wir denken positiv und bleiben offen
Auf Erfolg in der E-Phase wollen wir hoffen

M.F. 2018


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zuletzt bearbeitet 29.10.2018 | Top

RE: Gedicht eines jungen Menschen, der geflüchtet und schwerst behindert ist

#2 von Panama , 30.10.2018 11:39

Lieber M.F.

Das hast du toll gemacht
Und es schon sehr weit gebracht
Mit Vokabeln und Grammatik kannst du schon gut jonglieren
Und schöne Reime kreieren
Der Leser klascht "Hurra", "Bravo"
Und sagt" Mach weiter so..."
Er wünscht dir Kraft, Erfolg und Zuversicht
Und freut sich auf ein neues Gedicht...*.

*Natürlich nur wenn du Zeit und Lust hast...

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RE: Gedicht eines jungen Menschen, der geflüchtet und schwerst behindert ist

#3 von Joringel , 03.11.2018 10:10

Lieber Panama,

Deine herzlichen Verse habe ich inzwischen weitergeleitet und sie riefen freudiges Erstaunen hervor. Alle drei Geschwister hatten mit ihren Beiträgen auf einer Integrationsveranstaltung Erfolg und erhielten Beifall, der sie sehr glücklich machte. Das erste Gedicht von N. hat sogar beim Verlesen im Freundeskreis schon Tränen hervorgerufen. Ich beobachte zweierlei: Erstens suchen die jungen Menschen nach einem Weg, sich auszudrücken. Und diese Aktion war so ein Ventil für sie. Und zweitens erzeugt es ein positives Gefühl gesehen und gehört zu werden als Mensch unter Menschen auf Augenhöhe.

Und da es hier doch auch Anteilnahme gibt möchte ich berichten, dass die andere Unterstützerfamilie es in einem zähen, zielstrebigen, dreimonatigem und sachlichen Kampf erreicht hat, dass der junge Mann ab Montag mit einem speziellen Behindertentaxi transportiert wird. Diese Zusage gilt erstmal bis zum Abitur, also für die nächsten drei Jahre. Da seine Lunge so gefährdet ist, dass er schon mit einer leichten Bronchitis zur Beobachtung ins Krankenhaus muss, ist das für ihn, seine Eltern und Geschwister und auch für uns eine große Erleichterung.

Ich denke, die meisten Leser freuen sich mit uns! Humanity First!


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