Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#1 von dr.arndt , 03.02.2014 19:46

oder: wie die Amtskirche ihre Pfarrerin in Zschernitz im Stich ließ und sie schutzlos dem, neudeutsch formuliert, „shitstorm“ der Bildzeitung überliess.

Die Berichterstattung der Bildzeitung über Pfarrerin Ellen L. könnt Ihr hier nachlesen:

http://www.bild.de/regional/leipzig/stre...35548.bild.html

Ist schon übel. Oder was denkt Ihr?

Abgesehen davon, dass Ellen L. noch lange nicht 62 Jahre alt ist, mag es wohl stimmen, dass rund 19 Anzeigen gegen sie und ihren Ehemann durch die neue Eigentümerin erstattet wurden. Zu einer Anklage gegen Ellen L. (und Ihren Ehemann) hat es jedoch bis heute nicht gereicht. Jeder von uns kann jeden wegen irgendetwas anzeigen. Nur dann, wenn die Staatsanwaltschaft hinter den Anzeigen auch Substanz vermutet, kommt es zur staatsanwaltlichen Anklage.

Solche liegen zur Stunde aus gutem Grund nicht vor.

Dass Ellen L. ihrerseits rund 15 Strafanzeigen gegen ihre neue Vermieterin bzw. deren „Entmietungshelfern“ erstattet hat (u.a. wegen Körperverletzung anlässlich der „Entmietung“), kommt in der Berichterstattung der Bildzeitung nicht vor, was nicht überrascht. Denn offensichtlich geht es „Bild“ nur darum, eine Pfarrerin unserer Kirche und damit unsere Kirche insgesamt zu denunzieren. Glaubt man „Bild“ war „sogar“ Probst Dr. Johann Schneider zu Vermittlungszwecken „ im Auftrag der Landesbischöfin“ involviert. Vertraut man der „Bildberichterstattung“, hat er der „Bild“ wortwörtlich erklärt:

„ Es ist ein sehr bedauerlicher – aber privater – Konflikt zweier Parteien.“

Aha, - liebe Amtskirche, - Pfrn. Ellen L. wohnt seit 1989 im Pfarrhaus in der berechtigten Erwartung, dort mit ihrer Familie auch dauerhaft wohnen zu können und Herr Probst Dr. Schneider lässt sie und uns im Auftrag der Landesbischöfin via Bildzeitung wissen, es handele sich lediglich um einen “sehr bedauerlichen privaten Konflikt zweier Parteien“ und dann noch: „Sicher können nur Gerichte diesen Streit beenden“.

Besser kann man eine Pfarrerin und Christenschwester, lieber Herr Probst Dr. Johann Schneider, liebe Frau Landesbischöfin, nicht im Regen stehen lassen.

Ohne Frau Pfarrerin Ellen L. und ihre Familie rechtzeitig und umfassend darüber zu informieren, dass durch/mit Verkauf des Pfarrhauses qua Gesetz auch ein Vermieterwechsel für unsere Schwester und ihre Familie verbunden ist, wurde ihr Heim – ohne ihre Kenntnis – versteigert/verkauft.

Die neue Eigentümerin, wenn man der Berichterstattung der Bildzeitung glauben darf, soll Frau Dipl.-Psychologin Claudia Derer sein, die sich, will man der Bildberichterstattung Glauben schenken, „auf gute Nachbarschaft“ mit unserer Pfarrerin Ellen L. und ihrer Familie „ gefreut“ haben will. Klingt in meinen Ohren recht zynisch.

Ich werfe der Amtskirche vor, unsere Schwester im Stich gelassen zu haben. Ich werfe ihr ferner vor, sich nicht der Mühe unterzogen zu haben, sich sorgfältig in den Streitstoff eingearbeitet zu haben. Ich werfe Ihr ferner vor, Frau Pfarrerin Ellen L. angesichts der Schmutzkampagne der „Bild“ allein gelassen zu haben. Kein Probst, kein Justitiar der Amtskirche, auch die Bischöfin nicht, haben auch nur den Versuch unternommen, unsere Schwester gegen die offensichtlich durch die neue Eigentümerin initiierten Angriffe der Bild zu verteidigen.

Ich kann auch nicht erkennen, dass sich Probst oder Bischöfin ernsthaft um ehrliche Sachaufklärung bemüht hätten.

Für mich sieht es so aus, dass Probst und Bischöfin feige vor „Bild“ eingeknickt sind und sie unsere Christenschwester Ellen L. feige im Stich lassen, ohne erkennbares Interesse an ernsthafter Sachverhaltsaufklärung oder gar Schlichtung/Vermittlung.

Das ist nicht mehr die Kirche, deren Mitglied ich noch bin.

Euer

Achim


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RE: Entmietung:die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#2 von Jaccuse ( gelöscht ) , 04.02.2014 17:23

Zschernitz Pfarrerin Bild

Was, lieber Gott, ist mit dem Bildreporter T.Scholtysek los?

Gibt es denn gar keine Berufsehre mehr für jemanden, der sich für einen Reporter hält? Wieso stellt er genüsslich eine gedankliche Brücke zwischen dem Teufel und einer bis dato unbescholtenen und angesehenen Pfarrerin her?
Wieso schenkt er einer Frau Claudia Derer sein absolutes Vertrauen, während er Frau Ellen L. unbesehen als tobenden Derwisch darstellt? Ist er nicht auf die Idee gekommen, dass ein zwanzigjähriges Mietverhältnis nicht kurzfristig beendet werden kann, sondern dass ein mehrmonatiger Mieterschutz besteht? Hat er nachgeforscht, ob die langjährigen Mieter genug Zeit hatten, sich umzuorientieren oder lag es im Interesse der neuen Besitzerin, das Haus so schnell wie möglich zu räumen?
Hat er noch nie davon gehört, dass es durchaus zum System so mancher „Entmieter“ gehört, das volle Programm an Schikanen zu fahren, um den Mieterschutz auszuhebeln und die Betroffenen mürbe zu machen? Könnte es nicht genau diese Art von Rücksichtslosigkeit gewesen sein, die Frau Ellen L. und ihren Ehemann in eine bedrückende Defensive getrieben hat? Haben sie nicht mehrfach die Polizei rufen müssen, um sich der gröbsten Attacken zu erwehren? Wer war die Quelle, der Informant oder die Informantin von T. Scholtysek?
Welches Interesse hat Frau Derer, Pfarrerin Ellen L. in der Öffentlichkeit als bedenkliche Person dazustellen? Zumal das Ehepaar L. bereits ausgezogen war als dieser unsägliche Artikel erschien? Als Psychologe kennt man die Bedeutung der Kommunikation. Behaftet man eine Person vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit negativen Vorzeichen, kann es möglicherweise einfacher werden, die Klagen der Gegenseite zu entkräften. So betrachtet ist dieser Bildzeitungartikel kein Zufallsprodukt, weil ein Reporter von irgendetwas Wind bekommen hat, sondern ein kühl kalkulierter Schachzug. Schade, T.Scholtysek, dass Sie sich instrumentalisieren ließen.
Aber Sie haben ja Recht, wie sollen Sie denn wissen, was richtig ist, wenn die Verantwortlichen der Evangelische Kirche ihrer langjährigen Mieterin und Mitarbeiterin nicht einmal mitteilen, dass das Gebäude versteigert wurde? Und wenn nicht einmal ein Propst sie vor solchen Verunglimpfungen schützt? Da muss ich an die Worte von Elie Wiesel denken: „Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, es ist die Gleichgültigkeit“.


Jaccuse
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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#3 von Alesig ( gelöscht ) , 04.02.2014 18:18

Auch ich habe inzwischen den Artikel in der Bildzeitung gelesen, der noch immer im Internet (Bild.de) zu finden ist. "Pfarrerin 19 Mal angezeigt" ist die als Sensation aufgemachte Überschrift. Dass man jeden beliebigen Menschen x-mal anzeigen kann und dies überhaupt nichts aussagt, hat Achim klar herausgestellt.

Doch ich frage nun weiter nach dem angeblichen Video. Wie ist es zustande gekommen und was ist enthalten? Hat Herr Scholtyseck, der "seriöse" Bildreporter es selbst angesehen? Hat vor allem Propst Schneider dieses "Video mit den schlimmsten Verbalattacken" gesehen und gehört? Oder reden alle nur nach, was die "neuen Besitzer des Pfarrhauses" behaupten?

Die ganze Sache riecht danach, dass hier jemand, der das alte Pfarrhaus nebst Grundstück ersteigert hat, die seit über 20 Jahren dort lebenden Bewohner mit allen Mitteln, auch den übelsten, auf schnellstem Weg herausgraulen wollte, ohne die Bestimmungen über den Kündigungsschutz von jahrelang in einer Immobilie wohnenden Mietern irgendwie beachten zu müssen. Dass die Bildzeitung nicht auf die Seite des bedrängten Ehepaares trat, wo sie sich doch sonst als Anwältin der Armen und Entrechteten geriert, hat sicher mit dem Beruf von Ellen L. zu tun. Sie ist Pfarrerin. Und gegen eine Pfarrerin, eine Frau der Kirche, zieht man gern vom Leder. Das kommt bei den Leuten an.

Also: Glückwunsch an den Reporter Herrn T. Scholtyseck! Es ist Ihnen gelungen, einen reißerischen Artikel in der BZ abzusetzen, ohne Rücksicht darauf, wie die Geschichte wirklich aussieht.

Glückwunsch aber auch an Propst Dr. Johann Schneider! Sie und Ihre Landesbischöfin haben sich mit Erfolg weggeduckt. Man lässt sich ja schließlich nicht in eine solch unappetitliche Geschichte hereinziehen. Mag nur die Jauche ganz allein über Ellen L. ausgekippt werden. Es ist "privat", so behaupten Sie, es geht die Kirche, die Gemeinschaft der christlichen Geschwister, nichts an, - obwohl es sich um ein ehemaliges Pfarrhaus handelt, obwohl die Betroffene gerade als Pfarrerin von der Bildzeitung so in den Dreck gezogen wurde.

Alesig


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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#4 von Rosmarie , 04.02.2014 20:51

Es ist unfassbar für mich, dass die Bildzeitung so einseitig Partei ergreift. In dem Fall Ellen L. hat sie offensichtlich nur eine Partei gehört. Sie schreibt einfach, dass die Pfarrerin tobt, wütet...Es wird nicht sauber nachgeforscht. Sonst wäre klar, dass hier offensichtlich eine Familie aus dem sehr lange bewohnten Haus "entmietet" wurde. Die Mieter waren nicht zum sofortigen Auszug gezwungen, schon weil sie über 20 Jahre in diesem Haus gewohnt haben. Auch hätte einer Diplom-Psychologin (als neuer Eigentümerin) klar sein müssen, dass hier eine andere Regelung berücksichtigt werden muss. Und, um mit einer Leserin aus den Bild-Kommentaren zu sprechen:"Hat sich niemand von der Kirche um die Frau gekümmert?" oder "Wer hier des Teufels ist, muss noch geklärt werden.", möchte ich gerne saubere Auskunft über diesen "Fall".


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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#5 von Kama ( gelöscht ) , 04.02.2014 22:11

Mich empört, dass Ellen L. von ihrer Kirche so im Stich gelassen wird.
Von der Bild-Zeitung erwarte ich nichts anderes.
Aber von dem Propst sollte man fordern dürfen, dass er seine Fürsorgepflicht für eine Pfarrerin wahrnimmt.
Den Konflikt als privat zu bezeichnen, entspricht weder der Wahrheit, noch ist es fair.


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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#6 von dr.arndt , 05.02.2014 20:38

Liebe Ellen B.,

Dein und Deiner Familie Schicksal ist ja schon in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert:

Schon skandalös, dass und wie Du und Deine Familie von Deiner/unserer Amtskirche im "Disput" mit "Bild" allein gelassen wurdest. Niemand aus unserer Kirche hat auch nur versucht, Dich und Deine Familie vor der "Bildberichterstattung" in Schutz zu nehmen.

Man mag unserer Amtskirche, ihrem Probst und der Landesbischöfin vielleicht noch nachsehen mögen, dass beide den denunziatorischen Charakter des nachfolgenden "Bildberichts" nicht vorhersehen konnten, was mir allerdings wenigstens als "Blauäugigkeit" erscheint. Denn wer überhaupt schon einmal mit der Bildzeitung Kontakt hatte, sollte um die Gefahren wissen.

Das Schweigen des Probstes, der Bischöfin, der Landeskirche nach (!) Veröffentlichung der "Bildberichterstattung" ist "beredt". Nämlich insofern als mit der "Bildatacke", nicht nur Du angesprochen und denunziert wurdest, sondern auch unsere Kirche insgesamt, als deren exponiertes Mitglied wir alle Dich als Pfarrerin schätzen.

Die Bildzeitung nimmt Dein angebliches Fehlverhalten zum Anlass, unsere Kirche insgesamt zu denunzieren.

Und unser Probst, unsere Landesbischöfin, unsere Amtskirche tauchen ab, tun so, als gäbe es den denunzierenden Bildbericht überhaupt nicht.

Und dann noch: die "Bildzeitung", ihre Redakteure und unsere Jacusse:

Letztere hat die Schmutzkampagne der Bild tapfer aufgedeckt, wofür wir ihr Dank schulden.

Ihr/Euer

Achim


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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#7 von azalee , 08.02.2014 17:34

Eine Psychologin , Frau Derer, wirft mit Schmutz und sie weiß auch, wo sie für diese Art von "Kommunikation" am besten Gehör findet- bei der Bildzeitung. Herr Scholtyseck übernimmt -ohne Nachzudenken - und vor allem ohne gründliche Recherche und ohne Gespräch mit der Pfarrerin diese schmutzigen Anwürfe. Ethische Bedenken scheint es nicht zu geben- weder beim Journalisten noch bei der Psychologin! Beide werfen ein so zweifelhaftes Licht auf ihre Berufsstände. Wenn es bei Herrn Scholtyseck um die vielleicht geringfügige Steigerung der BILD Zeitungsauflage geht , rätsele ich bis jetzt, welche Vorteile Frau Derer aus diesem widerlichen Artikel genießt.
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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#8 von WGM , 10.02.2014 13:00

Wissensgemeinschaft Mobbing 07.Februar 2014
WGM: Selbsthilfe und Privatinitiative

Für Familie L. ist Mobbing deshalb so schlimm, weil nicht zum ersten Mal, es im Schutzraum Wohnung geschah , weil das Umfeld es ermöglicht .

Die WGM beobachtet die aktuellen Vorgänge seit April 2013 .
Im Mai 2013 habe ich nach den ersten Schreckensberichten mit der Dokumentation begonnen und in Abständen 20 Seiten in 4 Teilen an die zuständige Polizeidienststelle gesandt.
Mit dem Dienststellenleiter gab es dazu auch ein persönliches Gespräch., weil die Abwehr von a k u t e r G e f a h r.. für Leib und Leben geboten war.
Das Ergebnis dieses Gespräches will ich hier mal als „aufschlussreich“ bezeichnen und einen Satz zitieren:„Engagierte Bürger können mehr tun als wir.“
Es zeichnete sich immer mehr ab, daß es die angemessene Hilfe nicht geben wird, auch nicht nach Gesprächen mit Gemeindegliedern.
L.s haben von Anfang richtig gemacht, daß sie sich sofort hilfesuchend nach außen gewandt haben. Welche Verzweiflung bricht auf, zu erleben, daß alle wegschauen.
Die LVZ hat ihre Berichterstattung begrenzt. Auch die WGM hat keine Fortsetzung erwirken können.

Wie eine kalte Entmietung vorgenommen wird, berichten Medien immer häufiger.
Hier gab es die Vorlage aus den Reihen der Evangelischen Kirche.
Viele Mitarbeiter kennen Umgangsstil und Methoden der fahrlässigen Schädigung.
So ist es auch hier.
Die neue Eigentümerin hatte nie vor, ein gutes Mietverhältnis zu führen. Das machten ihre Vertreter schon beim ersten Mal an der Haustür durch ihr grob-feindliches Auftreten deutlich.
Bis zum ersten Gerichtsprozess nach Monaten wußte niemand, ob es überhaupt eine
real existierende Claudia Derer gibt. Es gab nur ständig g e w a l t a n d r o h e n d e Ausführende, die sich mit falschen Namen ausgaben und rücksichtslos das Mietverhältnis brachen, das bis zum 31. Dezember 2013 Gültigkeit hatte.

Ich gehöre zum Kreis der von L.´s ständig Informierten, nahm die Berichte schriftlich auf, war vor Ort, beim Anwalt, der LVZ und im Gerichtssaal.
Selbst in letzterem scheuten die Bevollmächtigten von C.D. sich nicht , mit Gewalt zu drohen und zwar nicht nur gegenüber ihren Mietern, sondern auch ggü dem Richter.
Es gibt eine ausgesprochen große Anzahl von Zeugen und Zielpersonen dieser individuellen und strukturellen phsychischen und physischen Gewalt.
Trotzdem entwickelt sich daraus nicht die Willenskraft, diese Gewalttäter dingfest zu machen und dafür alle Möglichkeiten auszuschöpfen.
Wie wir wissen, spielen Möglichmacher in Mobbingfällen eine große und bestimmte Rolle.

Besonders makaber ist, daß auf diesem Hintergrund die Kirche jede Mitverantwortung
von sich weist und es allein zu L.´s Angelegenheit erklärt, wie sie hier ihr Leben und ihre Gesundheit retten.
Der zuständige Gemeindepfarrer ist als Geschäftspartner von C.D. und Co. auch lieber deren Gesprächspartner , was L.´s Abwehr und Kampf erheblich erschwert.
Zum Wesen christlichen Handelns gehört die Seelsorge. Kirche propagiert es als ihre
besondere Aufgabe... am Sonntag von den Kanzeln und im Leben, im konkreten Fall?
Alles erweckt den Eindruck, daß man sich nicht nur einer unhaltbaren Immobilie entledigen will, sondern auch einer Kollegin, die als lästig empfunden wird.
Christen schließen sich gern an bei Demos wie „Gesicht zeigen“.
Das ist nicht nur bei rechter Gewalt notwendig, sondern auch bei Vermieterterror,
vorallem , wenn man selber nicht unbeteiligt ist.

Wer möchte dies erleben?:
Durchschneiden der Klingeldrähte und Vorhängekette an der Haustür ,
Zerstören von Leuchtstoffröhren
Entwendung der Bohrmaschine aus verschlossenem Raum,
bösartige Ankündigung von Schlägen gegen die Beine, daß man nur noch Rollstuhlfahren kann und Tötungsandrohungen aufgrund der Nachfrage zum Einbau einer Wasseruhr,
unangekündigtes Abmontieren des Briefkastens,
Strom kappen, Verweigerung Elektriker zu beauftragen,
ständige Anzeigen bei der Polizei mit unhaltbarem Inhalt z.B." Lärm" durch Orgelspiel im Wohnzimmer,
Klagen zur Abschaffen von Hund und Katze, obwohl man selbst einen Hund hat
ständige kurze Terminsetzungen zur Beräumung von Gelände, Garage, Nebengelass,
Boden usw.
mit dem Auto auf Mieter zu rasen,
Ausspionieren mit Kameras
mit der Hand ins Gesicht schlagen, mit einem Stock schlagen, das den Rettungsdienst erfordert
ständiger Durchgang durch die Mietwohnung mit Baumaterial und Bauarbeiten im Anbau
u.v.a.m.

Wer möchte erleben, daß das Land, in dem man lebt bei solchen Angriffen keinen Schutz bietet?

L.´s konnten nun inzwischen ausziehen.
Mit dem Nachtreten in und mit Hilfe der BILD hören Lügen und Terror nun immer noch nicht auf. Die Gründe dafür sind zu erahnen.

Es stünde Kirche gut zu Gesicht, sich zu einer FROHEN BOTSCHAFT für L.´s und damit zu ihrer Mitarbeiterin durchzuringen. Wenn sie es nicht tut, lehrt sie weiter das Fürchten und nicht das Evangelium.

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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#9 von Wespe , 10.02.2014 14:01

Eine einzige Schmutzkampagne

Im Grunde ist alles gesagt, was einem zu dieser Art von sogenannter "Berichterstattung" der Bild-Zeitung einfällt: Sie ist ein einziges Pamphlet, es fehlt an jeglicher Argumentation, allein das Lesen ist eine Zumutung. Zu Lasten der Pfarrerin und ihres Mannes mit dem Ziel des Rufmords.
Doch ganz besonders beschämend erscheinen die zitierten Personen:
Eine Psychologin,
die als angebliche Besitzerin den von Dorfbewohnern und Polizei monatelang beobacheten und registrierten Psychoterror gegen das Ehepaar L. verantwortet oder verantworten muss, denn hinter den gewalttätigen Attacken der vorgeschickten Schlägertypen stand/steht ja ein (ihr?) gezieltes Interesse;
und die Kirchenbeamten,
Propst und Regionalbischöfin sowie andere Verantwortungsträger, die schriftlich informiert waren und sich nicht einmal ein eigenes Bild der Situation vor Ort gemacht haben.
Solange diese sich in ihrer Amts-Deckung halten, sich nicht eindeutig zu dem fortgesetzten Unrecht bis hin zu diesem BILD-Artikel verhalten, muss man davon ausgehen, dass diese Personen zumindest sinngemäß richtig zitiert wurden. Und wenn das in vollem Umfang zutrifft, dann sind sie selbst zu den Handlangern dubioser Interessen und deren übler Durchsetzungsmethoden geworden.
Beschämend! Beschämend für die evangelische Kirche.

Wespe


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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#10 von dr.arndt , 10.02.2014 14:17

Ein herzliches Willkommen,

liebe WGM,


schön, dass Ihr zu uns gefunden und L.´s in der Vergangenheit unterstützt habt und es auch jetzt noch so tatkräftig tut. Herzlichen Dank für Euer Engagement!

Wenn Ihr möchtet, seid Ihr herzlichst eingeladen, in der Rubrik "Unsere Neuen" etwas über Euch zu schreiben.

LG

Euer

Achim


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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#11 von dr.arndt , 10.02.2014 20:06

Liebe Wespe,

denke, dass Du es argumentativ auf den Kern der Sache gebracht hast! Unsere Schwester und damit wir alle befinden uns bei näherer Betrachtung in einem "Dreifrontenkrieg":

1. Front: die Entmieterin

2. Front: die Bildzeitung

3. Front: die Kirche

Liebe Wespe, liebe Mitglieder, liebe Interessierte,

verzeiht mir bitte vorab, dass ich von einem "Dreifrontenkrieg" spreche, überhaupt von "Krieg".

Allerdings: dass zwischen Fam. L. einerseits, ihrer Entmieterin und Bildzeitung andererseits keine Freundschaft besteht, ist offenkundig und rechtfertigt angesichts bisheriger glaubwürdiger Berichterstattung in unserem Forum den Verdacht, dass Fam. L. gnadenlos "entmietet" wurde.

Nun zu unserer Kirche und der Nächstenliebe unserer "Berufschristen":

Liebe Frau Bischöfin, lieber Herr Pobst, falls Sie hier mitlesen:

Ich/wir sind schon sehr darüber enttäuscht, wie Sie einerseits der Bildzeitung als Gesprächspartner zur Verfügung stehen (wenn man ihr glauben darf), andererseits unsere Schwester dort von Ihnen unwidersprochen in übelster Weise denunzieren lassen.

Liebe Frau Bischöfin, lieber Herr Probst,

wir hoffen sehr, dass Sie nicht in ähnliche Schwierigkeiten mit der Bild geraten, obwohl - verzeihen Sie mir bitte - ich, aber wirklich nur ich, Ihnen das genaue Gegenteil wünsche, damit Sie einmal persönlich fühlen können, wie es sich anfühlt, von der Bildzeitung so fertiggemacht zu werden, wie es Frau L. und ihrer Familie widerfuhr.

Liebe Frau Bischöfin, lieber Herr Probst,

Sie sind uns hier trotzdem herzlichst mit Ihrer Meinung willkommen. Auf Gegenwind wollen Sie sich aber bitte freundlichst einrichten.

Ihr/Euer

Achim


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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#12 von WGM , 11.02.2014 10:57

WGM an DAVID-Forum 11. 02. 14
Zu dem unwahren Artikel des Herrn Scholtyseck möchte ich noch darauf aufmerksam machen,
daß auch mit dem Foto gelogen wird - wir kennen ja die Methode Fotomontagen bei einem
bestimmten Niveau des Journalismus.

Dass hier montiert wurde kann man sich denken, aber erkennbar ist es am Hintergrund:
rechts ist schon die neugestrichene gelbe Fassade des Pfarrhauses zu sehen und links hinter Frau L.
noch die unbearbeitete graue, alte Hausecke mit Stufen zum Hauseingang.

Dort sieht man auch die Absperrung/ Zaun aus einem Drahtgestell zum Pfarrgarten,
das die neuen Eigentümer installiert haben ,mit sofortigem Verbot des Betretens für L.s.
Das Foto suggeriert, daß sich E.L. dort befindet, was nicht der Fall ist im Verbotszeitraum,
sondern Monate vorher, wo der Zugang noch frei war.

Zu den Mobbing- und Entmietungsmethoden gehörte auch, daß die Entmieter bei jeder Gelegenheit das
handy zückten, um zu fotografieren. Das haben sie auch mit mir gemacht.

Die Ausspähkameras befinden sich übrigens hinter den Fensterscheiben links und rechts von der Haustür.
So wie das äußere Gelände strikt begrenzt wurde, wurde es auch im Wohnbereich gemacht, so daß z.B.
auch keine Möglichkeit mehr blieb, die Wäsche aufzuhängen und zu trocknen.

WGM


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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#13 von Wespe , 11.02.2014 18:55

Lieber Achim und WGM,
der Begriff "Krieg" trifft schon zu. Nicht ganz poltical correkt ua. im Umfang, aber immerhin in der Tatsache, dass in beiden Fällen Menschen dem Terror ausgesetzt und alle Rechte außer Kraft gesetzt werden. Trotzdem eine Entgegenung: Einem Krieg, der das Land überzieht, kann der Mensch kaum entgehen, es sei denn durch Flucht. Dem Psychoterror können Menschen etwas entgegen setzen, es sei denn sie sind nicht allein. Insofern sei der WGM an dieser Stelle beachtlicher Dank ausgesprochen, dass sie so genau hingesehen und mitgeschrieben haben. Ihre Infos geben wirklich die wahre Plattform der Geschehnisse in Zschernitz wieder. Denen kann sich doch keiner mehr entziehen. Da müsste ja nun auch der Nachbarpfarrer seinen "Abstand" bedauern. Schon mal was von "Buße" gehört, lieber Herr Pfarrer? Schön wär´s! Und würde 1000 Predigten ersetzen.
Wespe

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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#14 von azalee , 11.02.2014 21:43

Danke WMG, für Deinen ausführlichen Beitrag- . Du hast Dich nicht weggedrückt, wie gewisse andere Leute!! Deine eigenen Erfahrungen von Mobbing haben Dich sensibel gemacht für Unrecht , speziell hier: Psychoterror.
Liebe Wespe- eine gute Idee :Buße. Buße hat ja was mit befreien , hat was mit neu anfangen zu tun,Aber vorausgesetzt, man sieht auch ein, dass man der Befreiung und des neuen Anfanges bedarf. Obgleich ja in Sachsen als einziges Bundesland dafür sogar ein arbeitsfreier Tag eingerichtet wurde, ist das aber genau das Problem: Einsicht in die eigene Bedürftigkeit! Der Nachbarpfarrer fühlt sich auch ohne Buße nun befreit- befreit von den lästigen Mietern. Die Entmietung haben andere übernommen- er schaute aus der Ferne zu.
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RE: Entmietung: die neue Art des Mobbings in Zschernitz

#15 von WGM , 12.02.2014 12:21

Grüße zurück ans Forum von WGM am 12. Februar 2014!

Als langjährige Mieter hat man eine weit längere Kündigungsfrist als z.B. 2 Monate. Es ist mir unbegreiflich, daß die Juristen das nicht immer wieder betont haben. Selbst Polizisten, die ständig gerufen worden waren, hätten das als Argument nutzen müssen, zumal die meisten ohnehin nichts Gescheiteres zu sagen hatten. Stattdessen beugten sich alle sehr schnell der Gewalt:
weil sich der Entmieter gewalttätig zeigte , drängten alle zum Auszug lang vor der Zeit.

Bei der Umsetzung des Zugangs in den Anbau wiederholte er in meinem Beisein,daß er jetzt täglich hier rein wolle.
Der Gerichtsbeschluß war aber nur für diesen einen Tag gefaßt worden und das sagten L.s ihm ebenfalls wiederholt in Ruhe.
Wie ein scheinbar störrisches Kind baute er sich erneut vor Herrn L. auf, um anzusagen, daß er ab jetzt ständig hier rein muß.
Man denke nicht, daß er nicht genau wußte, welche penetrante Methode er da anwendete!
Es machte nicht den Eindruck als wolle er auch nur irgendwas außerhalb seines Denk- und Eigenwillenssystems akzeptieren.
Ich schaltete mich ein und machte ihn sachlich darauf aufmerksam, daß hier nicht nur ein Grundstück ersteigert worden ist , sondern auch ein ,Mietverhältnis, das zu berücksichtigen ist. (Handyzücken!)

Und eben dieses Recht von Mietern haben alle Beteiligten zu wenig oder garnicht verteidigt, geschweige denn versucht, durchzusetzen.
Das ist Kapitulation vor einem Feind. Das ist Mit-Füßen-Treten eines hohen Rechtsgutes.
Warum steht hier nicht an erster Stelle, daß Mietern Ruhe bis zum 31.12.13 zu gewähren ist und Baumaßnahmen danach begonnen werden? Wo war welche Not, die es zu verhindern galt? Warum behielt die Privatsphäre Wohnung nicht Priorität?

Statt dessen wurde dem nächsten Antrag stattgegeben, daß man über mehrere Wochen täglich mit Baumaterial durch die Wohnung kann.
Es gab keine Regelung für Reinigungen, für den Fall von Beschädigungen am im engen Flur befindlichen Regalen, Schränken u.a. Mobilar.
Schikaneabsichten waren längst offensichtlich für alle. Wie soll man sich da schützen als Mieter?
Was, wenn man krank ist oder schnell die Wohnung verlassen muß?
Man muß zulassen, daß Fremde noch dazu feindliche, in der Wohnung ihr Unwesen treiben - das soll rechtens sein?
Wie soll man die denn unter Kontrolle halten?
Reicht die Vorstellungskraft? Wer würde das für sich haben wollen?

Das sind Missstände in Deutschland, die das Persönlichkeitsrecht wie die Würde zunichte machen und eben auch Rechte von Mietern.
So überzieht man heute Leuten mit KRIEG - Angriffskriege sind das, die zu Verteidigungskriegen führen.
Man muss für solche Kriege keine mechanischen Waffen benutzen , Worte, Gesten, Blicke, Haltungen usw. tun es auch oder der Missbrauch von Rechten.

Wo führt das hin, wenn man für diese Art Krieg Verstärkung findet bei den Behörden des Landes? Was sagt das über die Verhältnisse in diesem Land, was über die Persönlichkeiten im System, die es erhalten sollen im Sinne der Bürger- und Menschenrechte?
Vermietung heißt Aufgaben und Verantwortung übernehmen wie es auch für Arbeitgeber gilt. Wer das nicht umsetzt, sondern Menschen schädigt, dem muß diese Verantwortung ohne Wenn und Aber klar gemacht werden und strenge Kontrolle und Einhalt erfahren.

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Viel Feind, viel Ehr`

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