Zitate - no comment

#1 von Joringel , 09.07.2017 12:51

Arun Gandhi:
"Gewaltlosigkeit im Sinne von Mahatma Gandhi bedeutet nicht einfach die Abwesenheit von Krieg oder Gewalt. Gewaltlosigkeit bedeutet: persönliche Veränderung. Denn wir haben eine Kultur der Gewalt erschaffen, die jeden Aspekt unseres Lebens dominiert. Unser Maß für Erfolg ist Geld. Wir sagen unseren Kindern, sie müssen im Leben um jeden Preis nach oben kommen. So pflanzen wir die Saat von Egoismus. Egoismus führt zu Gier, Gier zur Ausbeutung. Wir schauen auf andere herab. Wir verschwenden Ressourcen...Verschwendung ist eine Form von Gewalt gegen Leute, die nichts besitzen."
(aus: Zorn - Interview mit Arun Gandhi, dem Enkelsohn von Mahatma Gandhi Süddeutsche Zeitung 17./18. Juni 2017 S.58)

Aus einer Studie des Karlsruher Instituts für Klimaforschung (KIT) und anderen. Fazit:
"Allein durch Überernährung und Verschwendung gehen fast 20% der weltweit verfügbaren Nahrungsmittel verloren....Mehr als eine Milliarden Tonnen Getreide werden allein dafür eingesetzt, um 240 Millionen Tonnen essbare Tierprodukte wie Fleisch, Milch und Eier zu produzieren".
Aus: Übergewicht trägt zum Welthunger bei in Zeitschrift "Schrot und Korn" 07/2017 S. 7

Aus einem Gespräch mit Dieter Puhl, Leiter der größten Bahnhofsmission Deutschlands in Berlin:
Herr Puhl, reden wir über Geld. Soll man einem Obdachlosen , der in der Fußgängerzone oder in der U-Bahn bettelt, Geld geben?
Dieter Puhl: Ja, geben Sie etwas.
Auch wenn offensichtlich ist, dass er es versaufen wird?
Dieter Puhl: Die meisten Obdachlosen sind alkoholkrank. Die brauchen den Stoff, er ist lebenserhaltend. Wenn Sie zehn Alkoholerkrankten drei Tage lang einem kalten Entzug aussetzen, sind mindestens drei von ihnen tot.
Sollte man ihnen nicht lieber ein belegtes Brötchen spendieren?
Dann kann es Ihnen passieren, dass Sie nicht einmal ein Dankeschön hören, weil der Bettler vielleicht schon ein Dutzend Mal an diesem Tag ein belegtes Brot angeboten bekam und jetzt viel lieber ein Bier hätte. Man sollte einem Trinker schon selbst überlassen, was er mit dem Geld macht. Wenn Sie ihm kein Geld geben wollen, fragen Sie lieber nach, was er sonst noch brauchen könnte. Vielleicht einen Einwegrasierer oder ein paar neue Schuhe.
Was empfehlen Sie in solchen Fällen?:
Der Papst hat unlängst gesagt, Almosen müssen wehtun. Seitdem bin ich sehr mit mir im Clinch. Ich gebe Obdachlosen Geld zu sehr von der sicheren Seite her. Also gerade soviel, dass es mir nicht wehtut. Ich glaube, ich könnte großherziger sein, die Menschen brauchen wirklich mehr Hilfe".
Süddeutsche Zeitung 07.Juli 2017 S.22 aus: "Du kannst mit goldenen Löffeln aufwachsen und obdachlos werden."


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Zum Andenken an den Sprechverbrecher und Nobelpreisträger Liu Xiaobo gestorben am 13.07.2017
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