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RE: 1.Österreichischer Mobbingkongress

#16 von cezanne , 14.10.2014 17:31

Zu den Bemerkungen über den Umgang mit Pfarrerinnen in der Kirche kann ich nur zum Schluß kommen, dass Mobbing in der Kirche 1. gesellschaftlich nicht wahrgenommen und 2. von der Kirche selber institutionalisiert ist und eine übliche und ganz normale Art ist, finanzielle Probleme, Fragen von Pfarstellenbesetzungen etc. zu lösen. Dass es einen natürlichen Hang frustrierter Menschen gibt sich über das durch-den-kakao-gezogen-werden anderer Menschen zu amüsieren, und eine strukturelle Veranlagung von Kirchengemeinden gibt über die Pfarrerinnen zu "tratschen" ist also der Kulturboden auf dem diese Art von "Kirche" gedeihen und existieren kann. Dass Mobbing Verbrechen ist, dass es kein Akt christlicher Nächstenliebe ist andere Menschen zu verleumden, etc. wäre alles ein weites Handlungsfeld für Kirchenleitungen und Synoden die es ernst meinen und nicht selber zu Tätern werden wollen.

lg cezanne

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RE: 1.Österreichischer Mobbingkongress

#17 von azalee , 15.10.2014 10:10

Lieber cezanne,
Mobbing in der Kirche: meinen Beobachtungen nach wird Mobbing in der Kirche wohl wahrgenommen, wenn auch nicht in breitem Umfang. ABER: ich sehe: das Thema interessiert die Menschen nicht wirklich , schon gar nicht die, die treu seit Jahrzehnten zur Kirche halten und sich immer noch gut dabei fühlen. Sie möchten nicht, dass ihre letzte Harmoniebastion kaputt gemacht wird. Der Schweizer Kabarettist EMIL antwortete mal auf den Einwand eines Journailsten : " Kirche sparen Sie in all Ihrem Kabarett aus im Vergleich zu allen Ihren Kollegen, die Kirche mächtig in die Zange nehmen" EMIL: " bei vielen Menschen verbindet sich mit Kirche eben Glück. das will ich nicht antasten".
Und: ..." einen natürlichen Hang frustrierter Menschen, sich über das durch den Kakao gezogen werden anderer Menschen amüsieren." Ich erlebte Dienstvorgesetzte, die geradezu mit Freunde ( mir fällt momentan kein besseres Wort ein) jemanden fertig machten. Das waren Leute , die sehr schwach waren in ihrer Leitungsposition, aber - das ist das Schlimme. sie haben viel Ansehen qua Amt (und können auch wirklich freundlich sein ) und da sie können mit einem Helferkreis agieren . Helfeshelfer finden sich sehr schnell!!
Leider habe ich SYNODALE erlebt, die eigentlich gar nicht durchblickten und überfordert waren mit den Vorgängen bei der Kirche.


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zuletzt bearbeitet 15.10.2014 | Top

   

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